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Opfer in Teppich gewickelt: Urteil für brutale Home Invasion in Wien

Zu einer brutalen Form der Home Invasion kam es vor drei Jahren in Wien-Favoriten.
Zu einer brutalen Form der Home Invasion kam es vor drei Jahren in Wien-Favoriten. ©APA (Sujet)
Am Mittwoch sind zwei an einer brutalen Home Invasion in Wien-Favoriten beteiligten Männer zu je viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die beiden und ein weiterer noch auf der Flucht befindlicher Komplize hatten vor drei Jahren einen Pensionisten in seiner Wohnung niedergeschlagen und in einen Teppich gewickelt. Der damals 77-Jährige erlitt in Folge einen Herzinfarkt.

Der gesundheitliche Zustand des Raubopfers war auch Thema des Verfahrens. Angeklagt war schwerer Raub, weil die Staatsanwaltschaft davon ausging, dass der Infarkt kausal mit dem Raub in Zusammenhang stand. Ein medizinischer Gutachter meinte bei der Verhandlung am Mittwoch allerdings, dass dies "nachvollziehbar, jedoch nicht beweisbar" sei. Der Pensionist wurde nämlich nach dem Überfall in ein Krankenhaus gebracht, dort wurde ein EKG gemacht und keine Anzeichen für einen Infarkt gefunden.

Opfer erlitt nach Home Invasion in Wien-Favoriten Herzinfarkt

Als er aus dem Spital entlassen wurde, nach Hause fuhr und das Chaos nach dem Überfall aufräumen wollte, dürfte er den Herzinfarkt erlitten haben. Fünf Tage nach dem Raub brach der Pensionist dann zusammen und wurde erneut in ein Spital eingeliefert. Die dortige Blutprobe zeigte Parameter, dass das Infarktereignis 24 Stunden nach seiner ersten Krankenhausentlassung passiert sein muss, schlussfolgerte der Gutachter. Die Stresssituation, wieder nach Hause zu kommen, könnte dafür Auslöser gewesen sein, sagte der Mediziner. Auf die Frage des Vorsitzenden des Schöffengerichts, Christian Noe, ob dies ausschließlich der Grund für die Herzattacke gewesen sein könnte, verneinte der Gutachter allerdings.

In der Urteilsbegründung von Richter Noe hieß es, dass "im Zweifel keine Kausalität" zwischen Raub und Herzinfarkt nachzuweisen sei. Deshalb wurde die Tat nicht als schwerer, sondern als normaler Raub gewertet, verurteilt wurden die beiden zudem wegen Freiheitsentziehung. Die Männer nahmen die Strafe an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, deshalb ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Der Überfall ereignete sich am 25. Oktober 2017. Die Männer drangen über eine Balkontür in die Wohnung ein. Sie schlugen dem Pensionisten auf den Kopf, fesselten und knebelten ihn und wickelten ihn schließlich in einen Teppich. Erst vor einem halben Jahr wurden zumindest zwei der drei Männer in Haft genommen.

(APA/Red.)

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