Opernballeröffnung 2009: Grazer "Mobile Tanzschule" bringt Innovation

"Wir werden viele Figuren anders machen und neue Bewegungen einführen", sagt der Grazer Tanzschulchef Edgar Kummer. Er und sein Sohn Philipp sind beim Opernball am 19. Februar 2009 für die Eröffnungs-Polonaise zuständig.

“Es ist natürlich eine Ehre, eine Art Adelsschlag”, das größte Ball-Ereignis Österreichs mit zu betreuen, so Kummer.

Man sei im Jänner dieses Jahres an ihn herangetreten, so Kummer, und habe ihn ersucht, ob er sich die Eröffnungs-Polonaise nicht aus einem Blickwinkel ansehen möge und eventuell etwas verändern wolle. Ball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh wolle ja die Bundesländer mehr einbinden, und Kummer sei jene Tanzschule mit der meisten Polonaise-Erfahrung.

Man habe viel Zeit für die Planungen, schwieriger sei ja das Organisieren, wann die ausländischen Paare zum Üben hier sein würden. Seine Verpflichtung sei im Rahmen einer Art “Reifungsprozess” zu sehen, was man beim Opernball modernisiere und was man belasse. “Es wird jedenfalls nicht so sein, dass ständige Opernball-Besucher in Ohnmacht fallen oder sich sagen, die Welt steht nimmer lang”, so Edgar Kummer. So habe er etwa vor, technische Abläufe zu ändern, “das merkt das Publikum gar nicht”.

Edgar Kummer stammt in zweiter Generation aus jener steirischen Tanzschul-Dynastie, die von Julius Kummer 1947 in Graz begründet wurde und der auch die “mobile Tanzschule” mit Veranstaltungen in den Bezirken ins Leben rief. Dessen Ehefrau leitete dann die Tanzschule im Schweizerhaus am Hilmteich. Ihr wurde 1984 die Ehre zuteil, am Wiener Opernball als erste und einzige weibliche Tanzmeisterin die Polonaise anzuführen. Die zweite bzw. dritte Generation der Kummers ist heute federführend: Tochter Daniela (41) leitet das Haus am Hilmteich: Edgars Sohn Philipp ist zusammen mit seinem Vater Chef der “Mobilen Tanzschule”.

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