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On the Rocks - Kritik und Trailer zum Film

So charmant-verführerisch hat man den Hollywoodkomiker Bill Murray auf der Leinwand noch nicht gesehen. In der Beziehungskomödie "On the Rocks" verwandelt er sich für US-Regisseurin Sofia Coppola in einen dandyhaften Vater, der seiner verheirateten Tochter Laura (Rashida Jones) zur Seite steht. Die zweifache Mutter vermutet, dass ihr viel beschäftigter Ehemann (Marlon Wayans) eine Affäre hat. Der Schwiegervater drängt zum Nachspionieren.

Vor 17 Jahren wurden Bill Murray und Sofia Coppola für "Lost in Translation" gefeiert. Nun kehren der Hollywoodkomiker und die Regisseurin mit "On the Rocks" zurück. In der Vater-Tochter-Komödie ist er so charmant wie noch nie. Ab 2. Oktober läuft der US-Streifen auch in ausgewählten heimischen Kinos.

Bill Murray bringt die Leute ohne große Worte zum Lachen: etwa als "Ghostbuster", wenn er mit ernster Miene Geister jagt. Oder als arroganter TV-Wetteransager in der Kultkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier". Selbst als stoischer Zombiejäger in der Horrorparodie "The Dead Don't Die" muss er keine Miene verziehen, um Spaß zu verbreiten.

On the Rocks - Kurzinhalt zum Film

In "On the Rocks" ist Murray erstmals ein redseliger Dandy und charmanter Frauenverführer - und dabei umwerfend gut. In der Vater-Tochter-Komödie spielt der 70-Jährige den wohlhabenden Kunsthändler Felix - mit einem Drink in der Hand und einem Chauffeur, der den vornehmen Playboy durch New York fährt.

Als seine erwachsene Tochter Laura (Rashida Jones) Verdacht schöpft, dass ihr viel beschäftigter Ehemann (Marlon Wayans) eine Affäre hat, fragt sie Daddy um Rat. Der kennt sich schließlich mit Fremdgehen und Anbaggern bestens aus. "Er ist ein Mann, das ist nur natürlich", befeuert er Lauras Befürchtungen.

Felix stürzt sich mit Begeisterung in die neue Aufgabe, er lässt den Gatten heimlich beschatten. Laura, die sich um die kleinen Töchter kümmert und nebenbei auch noch ein Buch schreibt, lässt sich zögerlich auf das gemeinsame Nachspionieren ein.

Unter der Regie von Oscarpreisträgerin Sofia Coppola wird das zu einer wunderbaren Reise durch die nächtlichen Straßen von New York und in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonisten. Bei Kaviarhäppchen im offenen Sportwagen parlieren Vater und Tochter über Liebe und Untreue. Dabei parken sie mit dem Fernglas vor einem Restaurant, wo der Ehemann ein Geschäftstreffen hat.

On the Rocks - Die Kritik

"Das ist ein Ur-Instinkt", verteidigt Felix Seitensprünge. Und das ist noch einer der harmlosen Chauvi-Sprüche. Doch aus dem Mund von Murray nach der humorvollen und feinfühligen Skriptvorlage von Coppola wirkt das nicht billig und geht auch nie unter die Gürtellinie.

"On the Rocks" ist ein unterhaltsamer Blick auf Liebe, Sehnsüchte und Generationenprobleme. Die witzige Mischung von Männersprüchen und intelligenten Dialogen wird nur noch von der perfekten Chemie zwischen den Hauptdarstellern übertroffen. Rashida Jones (44, "Celeste & Jesse") brilliert als die kritische Tochter, die ihren Dad bewundert, aber von seinem selbstsicheren Auftreten auch völlig entnervt ist.

Jones, die Tochter des Musikers Quincy Jones, und Coppola, Tochter des berühmten "Pate"-Regisseurs Francis Ford Coppola, kennen sich beide mit starken Männerpersönlichkeiten aus. "Ich habe viel über meinen Vater und seine Generation der Martini-Trinker nachgedacht, erzählt die Regisseurin in den Produktionsnotizen.

Es ist 17 Jahre her, dass Coppola mit Murray die Dramödie "Lost in Translation" verfilmte. Die Rolle des einsamen Filmstars, der in Tokio einen Whiskey-Werbespot dreht, hatte sie Murray auf den Leib geschrieben. Scarlett Johansson spielte die einsame Ehefrau eines viel beschäftigten Fotografen, die dem Altstar den Kopf verdreht. Zusammen geht das ungleiche Paar auf Streifzüge durch das Nachtleben Tokios.

Murray holte mit dieser Rolle seine erste und bisher einzige Oscarnominierung. Coppola gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch. Nach dem Erfolg des Kultstreifens habe sie lange gezögert, wieder mit Murray zu drehen. "Die Leute lieben Bill so sehr in diesem Film, dass ich daran nicht rühren wollte", erklärte Coppola.

Zum Glück hat es sich die Regisseurin nun anders überlegt. "On the Rocks" ist auch eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt New York, in der die zweifache Mutter seit vielen Jahren lebt. Die Dreharbeiten schloss sie ab, kurz bevor die Coronapandemie das Leben in der Metropole zum Stillstand brachte.

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(APA/Red)

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