Omikron-Verdachtsfall in Tirol bestätigt

Laut der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer wurde der Omikron-Verdachtsfall in Tirol bestätigt.
Laut der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer wurde der Omikron-Verdachtsfall in Tirol bestätigt. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Der Omikron-Verdachtsfall in Tirol hat sich, laut Angaben der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer bestätigt. 30 weitere Verdachtsfälle würden untersucht werden.
Erstmals Omikron-Verdacht in Österreich
Corona-Variante Omikron

Dies berichtete die ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntagabend. Demnach sei die neue Virusvariante mittels Sequenzierung nachgewiesen worden, und es würden 30 weitere Verdachtsfälle untersucht. Das für die Bestätigung zuständige Gesundheitsministerium war am Sonntagabend nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Tiroler Behörden hatten den Verdachtsfall am Samstagabend bekanntgegeben und mitgeteilt, dass die Probe nun von der AGES in Wien untersucht werde. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es am Sonntag, das Ergebnis werde "in den nächsten Tagen vorliegen".

Gesundheitsministerium möchte Omikron-Fall noch nicht bestätigen

Die Coronavirus-Variante Omikron ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Österreich angekommen: Alle bisher durchgeführten Untersuchungen deuten derzeit darauf hin, dass es sich bei einem Verdachtsfall aus Tirol um die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 handelt. Das gab das Gesundheitsministerium am Montag auf APA-Anfrage bekannt. Eine finale Bestätigung mittels Ganzgenomsequenzierung stehe aber derzeit noch aus.

Omikron-Verdachtsfall in Tirol wurde bestätigt

Noch länger könnte es dauern, bis die Welt Gewissheit über die besorgniserregende neue Corona-Virusvariante hat. Die Analyse könnte Tage bis etliche Wochen in Anspruch nehmen, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Sonntagabend in Genf mit. Zuvor hatten immer mehr europäische Länder Omikron-Fälle bestätigt. Am Wiener Flughafen wurden eigene Kontrollen veranlasst.

WHO bewertet die Auswirkungen der neuen Variante

Die WHO arbeitet nach eigenen Angaben mit technischen Partnern zusammen, um die Auswirkungen dieser Variante auf die bestehenden Gegenmaßnahmen wie Impfstoffe zu bewerten. Es sei noch unklar, ob die Omikron genannte Mutation leichter übertragbar verglichen mit anderen Covid-19-Varianten sei oder einen schwereren Krankheitsverlauf nach sich ziehe. Nach ersten Fällen in Belgien und Israel wurde die neue Variante am Wochenende aus Deutschland, Italien und Tschechien gemeldet. Die Niederlande berichteten am Sonntag 13 Fälle bei Südafrika-Rückkehrern.

Österreichische Reiserückkehrer aus Südafriker benötigen PCR-Test

Österreichische Reiserückkehrer aus südafrikanischen Ländern müssen einen negativen PCR-Test vorweisen und eine bis zu zehntägige Quarantäne antreten. Das Bundesheer kontrolliert und hat dabei Umsteige-Flughäfen im Blick. Es sei wichtig, "jetzt vorsichtig zu sein und die Schutzmaßnahmen einzuhalten", sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

AGES-Hotline für Reiserückkehrer aus südlichen Afrika eingerichtet

Die AGES hat für Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika die Hotline 01/2675032 eingerichtet. Kontaktdaten und Informationen zur Reisetätigkeit können auch per E-Mail an anfragen@ages.at geschickt werden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der AGES melden sich daraufhin mit Informationen zur behördlichen PCR-Testung. Seit Freitag bis Sonntagmittag sind laut Ministerium rund 400 Anrufe von Reiserückkehrern oder deren Angehörigen eingegangen. Die Hotline ist von 9.00 bis 18.00 Uhr besetzt.

(APA/Red)

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