Olympia: Plädoyer für mehr Bescheidenheit

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere hat kurz vor seiner Reise nach Sotschi eine andere Ausgestaltung der Olympischen Spiele eingemahnt. "Man muss Olympia wieder bescheidener machen", sagte der auch für den Sport zuständige CDU-Politiker in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe).


Er dränge daher den neu gewählten Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, entsprechende Schritte einzuleiten. Es sei zu begrüßen, dass sich das IOC frage, ob die Vergabekriterien noch die richtigen sind, sagte de Maiziere.

Zugleich plädierte der Innenminister dafür, die Kritik am IOC wegen der Vergabe der Spiele nach Russland zu mäßigen. “Es ist ziemlich leicht, eine Vergabe zu kritisieren und als Oberlehrer der Welt aufzutreten. Besser ist es, sich zunächst einmal an die eigene Nase zu fassen”, meinte er. “Wir können und sollten als Politiker vom IOC nicht mehr verlangen, als wir selber in unseren bilateralen Beziehungen zu tun bereit sind.” De Maiziere besucht im Gegensatz zum deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck oder Bundeskanzlerin Angela Merkel die Winterspiele im Kaukasus.

Er kündigte zudem an, sich bald um die Einführung eines Anti-Doping-Gesetzes zu kümmern: “Wir werden das machen.” De Maiziere betonte allerdings, dass es aus seiner Sicht dabei auch verfassungsrechtliche Aspekte zu bedenken gebe.

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