Olympia-Gold für Wüst über 3.000 m

Niederlandes Eisschnelllauf-Star Ireen Wüst
Niederlandes Eisschnelllauf-Star Ireen Wüst
Eisschnelllauf-Star Ireen Wüst hat am Sonntag bei den olympischen Bewerben in Sotschi Gold über 3.000 Meter gewonnen. Die Niederländerin siegte vor der tschechischen Titelverteidigerin Martina Sablikova, Bronze ging an die Russin Olga Graf. Anna Rokita beendete ihren einzigen Einsatz in Sotschi auf Rang 22.

Die 28-jährige Tirolerin kam in der Adler Arena auf eine Zeit von 4:16,43 Minuten, war dabei aber gehandicapt. Rokita hatte sich bei der Eröffnung am Freitagabend einen Bändereinriss im linken Sprunggelenk zugezogen.

Für Wüst war es die dritte Olympia-Goldmedaille, sie hatte schon 2006 in Turin über 3.000 m und 2010 in Vancouver über 1.500 m triumphiert. Die 41-jährige Deutsche Claudia Pechstein, die schon fünfmal Olympia-Gold gewonnen hatte, belegte den undankbaren vierten Rang.

“Ich bin über Sitzreihen drübergesprungen, da war eine Kante und ich bin mit dem Winterschuh umgeknackst”, beschrieb Rokita ihr Missgechick von Freitag. “Das Band war schon angedehnt, weil wir viel Fußball spielen, das war das Glück. Daher war es nur noch ein Einriss”.

So konnte Rokita bei ihren dritten Olympischen Spielen starten und bilanzierte relativ zufrieden. “Ich habe das beste daraus gemacht, hätte nicht viel mehr rausholen können. Ich bin nicht 100-prozentig zufrieden, weil ich weiß, dass ein, zwei Sekunden drinnen waren. Ich habe aber Gegnerinnen geschlagen, die ich heuer noch nicht geschlagen habe. Das taugt mir. Ich habe mir einige Sachen vorgenommen, habe das meiste umsetzen können”, erklärte die 28-Jährige.

Schmerzen hat sie am Wettkampftag keine verspürt, optimal war die Vorbereitung aber auch nicht. Am Samstag hatte sie noch “ziemlich starke Schmerzen. Das war eine schwierige Sache, ich habe nicht gewusst, ob es geht oder nicht. Man macht nur das, was man muss. Wenn du den Fuß nicht belasten kannst, ist es auch schlecht.”

Im Kampf um die Goldmedaille setzt sich Wüst vor der tschechischen Titelverteidigerin Martina Sablikova und der Russin Olga Graf (erstes Edelmetall für Russland in Sotschi) durch. Für Wüst war es die dritte Olympia-Goldmedaille, sie hatte schon als 19-Jährige 2006 in Turin über 3.000 m und dann auch 2010 in Vancouver über 1.500 m triumphiert. Damit zog sie mit Yvonne van Gennip, Marianne Timmer und Ard Schenk gleich, die einzigen Niederländer, die an Winterspielen dreimal Gold gewonnen haben.

Die 41-jährige Deutsche Claudia Pechstein, die schon fünfmal Olympia-Gold gewonnen hatte, ging mit Rang vier leer aus.

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