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Ohne Covid-Maßnahmen droht Kollaps des Gesundheitssystems

Der Experte sieht ohne Corona-Maßnahmen das Gesundheitssystem in Gefahr.
Der Experte sieht ohne Corona-Maßnahmen das Gesundheitssystem in Gefahr. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GesmbH, zeichnete am Montag ein düsteres Bild für das heimische Gesundheitssystem, sollten sich die Covid-Infektionszahlen nicht bald einbremsen.

Ohne wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist das heimische Gesundheitssystem in Gefahr. Davor warnte Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GesmbH, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz im Gesundheitsministerium.

Sollten die Neuinfektionen und die effektive Reproduktionszahl nicht gedrückt und das Infektionsgeschehen nicht eingebremst werden, "wird unser Gesundheitssystem relativ rasch an seine Kapazitätsgrenzen stoßen", sagte Ostermann.

Auch Intensivmediziner warnt: Ressourcen sind endlich

Von hundert mit SARS-CoV-2-Infizierten benötigen laut Statistik fünf ein Spitalsbett, ein Patient muss intensivmedizinisch betreut werden. Die eklatante Zunahme von Neuinfektionen sei "ein Problem, wenn man bestmögliche Betreuung liefern möchte", gab Klaus Markstaller, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), am Montag bei der Pressekonferenz im Gesundheitsministerium zu bedenken: "Die Ressourcen sind endlich".

Man werde in der Lage sein, "den sich jetzt abzeichnenden Peak ohne Triage" - die Behandlung von Patienten nach Dringlichkeit, wobei die Einstufung nach einer Begutachtung vorgenommen wird - zu bewältigen. Aber die "dynamische Entwicklung" des aktuellen Infektionsgeschehens müsse unbedingt eingedämmt werden, betonte Markstaller.

Keine Ansteckungen: Spitäler als sichere Orte

"Spitäler sind einer der sichersten Orte", hat Markstaller betont. Weder auf Seiten des Personals noch unter den Patienten sei es in letzter Zeit in Krankenhäusern zu nachgewiesenen Ansteckungen gekommen. Infektionen hätten sich ausschließlich außerhalb der Einrichtungen zugetragen.

"Es gibt gar keinen Grund, Krankenhäuser als gefährliche Orte zu sehen", versicherte der ÖGARI-Präsident. Die Gefahr, sich dort das Coronavirus einzufangen, sei auch deshalb "minimal", weil das medizinische und pflegerische Fachpersonal "mit sehr harter Disziplin" die Schutzmaßnahmen verfolge.

Anschober bekräftigt Notwendigkeit einer "großen Notbremse"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bekräftigte angesichts der jüngsten Zahlen und der Prognosen die Notwendigkeit einer "großen Notbremse". "Es wird Situationen geben, wo nicht jeder Patient die Behandlung bekommen wird, die in normalen Zeiten gewährleistet ist", sagte Anschober. In den Spitälern werde es in dieser Hinsicht aber vorerst "keine Problematik" geben. Die Versorgung aller Patienten sei garantiert.

(APA/Red)

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