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"Offener Bücherschrank" Wiens soll "Ort des Gebens und Nehmens" werden

Wer ein Buch in das Bücherregal an der Ecke Zieglergasse/Westbahnstraße stellt, darf sich auch eins wieder mitnehmen. Gratis und zu jeder Tages- und Nachtzeit, versteht sich.
Kostenlose Literatur unter freiem Himmel: Wiens erster “offener Bücherschrank” ist am Freitag im Bezirk Neubau eröffnet  worden. Das unscheinbare Regal an der Ecke Zieglergasse/Westbahnstraße soll sich in den nächsten Wochen zu einem Ort des Gebens und Nehmens etablieren. Freunde des gedruckten Wortes können dort ohne jegliche Formalitäten Werke aus eigenem Bestand einstellen und sich dafür frischen Lesestoff mitnehmen, erklärte Projektinitiator Frank Gassner das Prinzip.

24 Stunden am Tag zugänglich

“Der öffentliche Raum ist in Wien großteils geprägt von Kommerzkäse”, deklarierte Gassner seine Initiative als entsprechendes Gegenmodell. Insgesamt fasst der am Gehsteig platzierte Schrank, der 24 Stunden am Tag zugänglich ist, rund 250 Bücher auf drei Ebenen. Neu eingetroffene Exemplare werden mit einem Aufkleber versehen. Damit solle kenntlich gemacht werden, dass diese “dauerhaft dem Warenkreislauf” entzogen seien, hieß es.
Um die Selbstbedienungsbibliothek vorerst vor gähnender Leere zu bewahren, stellte “eine leider ungenannt bleiben wollende Institution” eine größere Buchspende zur Verfügung. Bei der heutigen Eröffnung vor Medienvertretern reichte die Auswahl von Michael Köhlmeiers “Idylle mit ertrinkendem Hund” über Kochbücher und einem Einführungswerk zum Thema Surfen bis hin zu Titeln wie “Kurz gefasste Katzenkunde” oder “Öko-Bilanz Österreich”.

Paten werden noch gesucht

Für den Schutz der gebundenen Ergüsse vor unvorteilhafter Witterung sollen nicht nur zwei Glastüren, sondern auch die schräge Konstruktion des Gestells sorgen. Behördlich genehmigt ist die ungewöhnliche Tauschbörse vorerst bis 11. Juni. Für die Erledigung von Wartungsarbeiten wie das Aufkleben der Sticker oder das Entfernen “unvermeidlichen Altpapiers” werden noch “Paten” gesucht. Außerdem bitten die Projektbetreiber um finanzielle Spenden, da mit Schäden an dem Möbel zu rechnen sei. Die nötigen 1.700 Euro Startkapital stellte der Projektvater einstweilen aus eigener Tasche zur Verfügung – “aus altruistischen Gründen”, wie er wissen ließ.

Die Idee eines “offenen Bücherschranks” ist – vor allem im deutschsprachigen Raum – nicht neu. Ähnliche Initiativen gab bzw. gibt es etwa in Bonn, Mainz oder Berlin. Auch in Graz gab es Anfang der 1990er Jahre bereits eine “offene Bibliothek”. “Es besteht also die Möglichkeit, dass es auch in Wien funktioniert”, gab sich Gassner zuversichtlich.

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