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Österreicher würden noch weitere Wochen in Isolation durchhalten

Die Österreicher gehen sehr gefestigt mit der Situation und den Einschränkungen um.
Die Österreicher gehen sehr gefestigt mit der Situation und den Einschränkungen um. ©APA/HANS PUNZ
Laut einer Umfrage kommt die heimische Bevölkerung bislang gut mit den Einschränkungen durch die Corona-Epidemie klar. Man könne sogar bis zu zehn Wochen unter diesen Bedingungen durchhalten.

Einer Umfrage zufolge hat sich die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zu den verordneten Coronavirus-Gegenmaßnahmen in den vergangenen drei Wochen im Vergleich zum Beginn der Phase kaum verändert.

Eine Isolationsmüdigkeit lasse sich trotz der massiven Einschränkungen mehrheitlich nicht feststellen, berichtete das Meinungsforschungsinstitut Marketagent nach einer zweiten Befragungswelle.

Isolationsmüdigkeit bleibt laut Umfrage mehrheitlich aus

Aus den Daten könne man herauslesen, dass die Bevölkerung sehr gefestigt mit der Situation und den Einschränkungen umgehe, so Marketagent-Geschäftsführer Thomas Schwab. "Die Isolationsmüdigkeit bleibt demnach mehrheitlich aus und die Moral ist nach wie vor gut", sagte Schwab über die Umfrage vor den jüngst begonnenen Lockerungen.

Bei der Erhebung im Zeitraum 25. März bis 14. April hätten unverändert rund zwei Drittel der Bevölkerung (64 Prozent) angegeben, dass die Maßnahmen große Umstellungen und eine Einschränkung der eigenen Arbeits- und Freizeitgestaltung mit sich bringen. Die Befragten führten aber auch an, durchschnittlich zehn Wochen (71 Tage) unter diesen Bedingungen durchhalten zu können.

Mehr Zeit für Alltag wird positiv wahrgenommen

Die Gelegenheit, sich auf Dinge und Tätigkeiten zu konzentrieren, zu denen sonst die Zeit fehle, werde gemeinsam mit mehr Ruhe und Entspannung von jeweils mehr als vier von zehn Befragten als positiv an den Corona-Maßnahmen wahrgenommen. Geschätzt werde auch zusätzliche Zeit mit Familie, Partner und Kindern im eigenen Haushalt (37 Prozent), aber auch Liegengebliebenes könne nun im Vergleich mit der Zeit vor der Isolation von knapp jedem Zweiten (47 Prozent) vermehrt erledigt werden.

Die soziale Isolation sei aber natürlich problematisch. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) - unter den Frauen sogar 73 Prozent - stört am meisten, sich von Familie und Freunden fernhalten zu müssen. Auch die eigenen Bewegungsfreiheit zähle zu den Aspekten, die stark vermisst werden. Die häufigste Sorge (57 Prozent) gelte nahestehenden Personen, denen bei möglichen Erkrankungen nicht geholfen werden könne. Wie in Welle 1 der Umfrage ist das Risiko, selbst zu erkranken, mehrheitlich die zweitgrößte Sorge (34 Prozent).

(APA/Red)

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