Österreicher werden in der Corona-Krise optimistischer

Statuen mit Nasen-Mundschutz am Nibelungenbrunnen in Tulln.
Statuen mit Nasen-Mundschutz am Nibelungenbrunnen in Tulln. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Nach der ersten Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen atmen die Österreicher langsam wieder auf. Zwar glauben 65 Prozent an eine längere Wirtschaftskrise - in der Vorwoche waren es aber noch 75 Prozent.

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen hat dem Optimismus der Österreicher offenbar wieder etwas Auftrieb verschafft: Wie eine aktuelle market-Umfrage zeigt, befürchten zwar 65 Prozent eine länger andauernde Wirtschaftskrise, das sind aber weniger als noch in der Woche davor (75 Prozent). Ungebrochen hoch ist die Akzeptanz der Maßnahmen.

Lebensqualität durch Corona-Maßnahmen verschlechtert

77 Prozent der 1.000 am Donnerstag befragten Über-16-Jährigen glauben, dass Österreich das Corona-Virus im Griff hat und 81 Prozent meinen, dass hierzulande ein besseres Corona-Management gemacht wird als in den meisten anderen Ländern der EU. Dennoch gaben 53 Prozent an, dass sich ihre Lebensqualität durch die Maßnahmen verschlechtert habe.

Männer, junge Leute und Nicht-Berufstätige leiden am meisten darunter. Frauen, die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sowie Angehörige der Bildungselite finden hingegen sogar, dass sich ihre Lebensqualität verbessert habe. Die größten Auswirkungen auf dieses Empfinden hat aber, wie stark man sich selbst krankheitsgefährdet sieht: Befragte, die für sich eine hohe Covid-19-Bedrohung wahrnahmen, orteten zu 58 Prozent eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität, die Gegengruppe nur zu 47 Prozent.

Stärkerer Zusammenhalt trotz Social Distancing

Trotz "Social Distancing" haben 52 Prozent der Österreicher durch die Pandemie einen stärkeren sozialen Zusammenhalt festgestellt. Besonders in der Altersgruppe 60-plus ist dieser gesellschaftliche "Klebstoff" positiv aufgefallen. Eher finster ist hingegen der Blick auf das gemeinsame Europa. 69 Prozent sehen Europa durch die Pandemie geschwächt, nur 15 Prozent glauben, dass es aus der Corona-Krise gestärkt und geeinter hervorgehen wird.

(APA/red)

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