ÖHB-Team trotz Niederlage in EM-Hauptrunde

Knappe Niederlage nach hartem Kampf
Knappe Niederlage nach hartem Kampf
Österreichs Handball-Männer haben bei der EM in Dänemark ihr letztes Spiel der Vorrundengruppe gegen Mazedonien mit 21:22 (10:12) verloren. Allerdings erhielt die ÖHB-Truppe Schützenhilfe der Dänen für den Einzug in die Hauptrunde. Durch den 33:29-Erfolg der Gastgeber über Tschechien schloss Rot-Weiß-Rot die Vorrundengruppe A als Dritter ab und erreichte damit die nächste Turnierphase.


Dort warten neuerlich in der 14.000er-Halle von Herning Island (Samstag), Weltmeister Spanien (Montag) und Ungarn (Mittwoch). Mit Österreich sind Gruppensieger Dänemark und Mazedonien weiter.

Da die Resultate aus der Vorrunde gegen die ebenfalls aufgestiegenen Teams mitgenommen werden, startet Österreich mit 0 Zählern in die Hauptrunde. Das sensationelle 30:20 gegen Tschechien zum Aufakt wirkt sich nicht mehr aus. Der erfreuliche Nebeneffekt des Einzugs in die Hauptrunde der besten zwölf Teams: Österreich ist im Qualifikations-Play-off im Juni für die WM 2015 in Katar gesetzt und darf dadurch mit vermeintlich leichteren Gegnern rechnen.

Zuvor hatte die ÖHB-Auswahl in einem dramatischen Match eine knappe Niederlage gegen Mazedonien bezogen. In einem Spiel auf mäßigem Niveau agierte der reaktivierte Team-Pensionist Patrick Fölser, der für Christoph Edelmüller in den Kader getauscht wurde, in seinem 217. Länderspiel von Beginn an und rechtfertigte den Wechsel vollauf. Allein vier Treffer gingen in der ersten Hälfte auf das Konto des 37-Jährigen, der das blinde Verständnis mit Regisseur Viktor Szilagyi schön unter Beweis stellte.

Österreichs Rückraum war gegen die offensive Deckung hingegen praktisch abgemeldet, nahm viele Schüsse von weit draußen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie kampfbetont und auf beiden Seiten fehlerbehaftet. Österreichs von Goalie Marinovic weiter gut unterstützte Abwehr agierte aber aggressiver, Starspieler Kiril Lazarov hatte man über weite Strecken gut im Griff. Bis zur 40. Minute hatte sich Rot-Weiß-Rot wieder auf 14:14 herangearbeitet. Die erstmalige Führung Österreichs – am Ende erst einer doppelten, dann einer einfachen Überzahl – besorgte schließlich Schlinger in der 48. Minute (18:17), kurz darauf glänzte Marinovic bei einem Siebenmeter.

In Überzahl baute der von sieben Metern perfekte Konrad Wilczynski (5 von 5) den Vorsprung auf zwei Treffer aus (19:17/53.), Mazedonien blieb aber dran und lag eineinhalb Minuten vor dem Ende 21:20 in Front. In Unterzahl konnte Schlinger zwar noch einmal auf 21:21 ausgleichen, Lazarov stellte 26 Sekunden vor dem Ende aber den Endstand her.

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