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ÖGK: Verlust wegen Coronakrise niedriger als erwartet

Die ÖGK rechnet mit einem Bilanzverlust von 194 Millionen Euro.
Die ÖGK rechnet mit einem Bilanzverlust von 194 Millionen Euro. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Der Bilanzverlust der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wegen der Coronakrise dürfte laut einer aktualisierten Wirtschaftsprognose geringer als erwartet ausfallen.

Diese prognostiziert einen Bilanzverlust von 194 Millionen. Noch im August rechnete die Österreichische Gesundheitskasse mit einem Defizit von 447 Millionen Euro.

Sommermonate brachten mehr Einnahmen als angenommen

Die neuesten Daten, die auf einer aktualisierten Wirtschaftsprognose beruhen, zeigen laut ÖGK-Aussendung, dass vor allem die Sommermonate mehr Beitragseinnahmen brachten als ursprünglich angenommen. Auch die offensiven Maßnahmen der Bundesregierung und die gute Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, wie die Verlängerung der Kurzarbeit, hätten die Folgen des Lockdowns abgemildert.

Bereits einkalkuliert ist die Soforthilfe des Bundes in der Höhe von 60 Millionen Euro.

Freilich vor der Coronakrise hatte man noch ein deutlich besseres Ergebnis erwartet. Im Februar war man von einem Defizit von 175 Mio. Euro ausgegangen.

ÖGK-Obmann bleibt skeptisch

Der Obmann der ÖGK Andreas Huss befürchtet noch weitere Belastungen für seine Kasse. So ist vor allem unklar, wie viele der gestundeten Beiträge letztlich eintreffen. In einer Aussendung verweist er auch darauf, dass man ursprünglich eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,2 Prozent erwartet habe. Nun werde von keiner Erhöhung ausgegangen, aber jeder Prozentpunkt weniger an Beitragseinnahmen bedeute für die Gesundheitskasse Mindereinnahmen von rund 80 Mio. Euro.

Auch bei den Ausgaben ergeben sich laut Huss viele Unsicherheiten. Bei der ärztlichen Hilfe würden die Zahlen stagnieren. Die Medikamente hingegen zeigten eine deutliche Zunahme.

Weiterhin unsicher sei die Situation bei den Beitragsstundungen. Auch wenn sich hier das Volumen in der gesamten Sozialversicherung von über zwei Mrd. Euro im Sommer, auf 1,7 Mrd. Euro reduziert habe, stelle sich in den nächsten beiden Jahren die Frage, ob und wie viele dieser Beiträge tatsächlich wieder hereinkämen. Der ÖGK-Anteil betrage hier 19 Prozent: "Das heißt, wenn wir die gestundeten Beiträge abschreiben müssten, würden weitere 320 Mio. Euro fehlen", schreibt Arbeitnehmer-Vertreter Huss.

(APA/Red)

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