ÖEHV-Olympia-Kader ohne Nödl

ÖEHV-Teamchef Viveiros (r.) mit Präsident Kalt
ÖEHV-Teamchef Viveiros (r.) mit Präsident Kalt
Der österreichische Eishockey-Teamchef Emanuel "Manny" Viveiros hat am Dienstag seinen 25-Mann-Kader für das Olympische Eishockey-Turnier von 12. bis 23. Februar nominiert. Genau einen Monat vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi war lediglich die Nicht-Berücksichtigung des ehemaligen NHL-Spielers Andreas Nödl eine Überraschung.

Angeführt wird das Team von den drei NHL-Legionären Thomas Vanek, Michael Grabner (beide New York Islanders) und Michael Raffl (Philadelphia Flyers), Torhüter Bernhard Starkbaum (Bynäs Gävle/Schweden) und Rekord-Teamspieler Gerhard Unterluggauer (VSV). Der seit Herbst für den ÖEHV spielberechtigte Austro-Kanadier Brian Lebler (Linz) wird voraussichtlich sein erstes großes Turnier für Österreich spielen.

Nödl steht als einer von acht Spielern nur auf der Reserve-Liste, kann sich aber bis zur offiziellen Bekanntgabe des österreichischen Olympia-Teams durch das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) am 27. Jänner noch in die Mannschaft spielen. Der Salzburg-Stürmer hatte sich am 1. März des Vorjahres einen Kreuzbandriss zugezogen. “Nach seiner Verletzung hat es gedauert, dass er zurück zu seiner Form kommt. Die Spieler von der Reserve haben eine Chance, noch dazu zu kommen. Andi hat in letzten zwei Wochen sehr gut gespielt, er ist noch ein Kandidat”, erklärte Viveiros.

“Das ist heute ein großartiger Tag, wir waren zwölf Jahre nicht bei Olympia dabei”, freute sich Viveiros. “Wir haben viel Scouting gemacht, viel Autofahren, viel Kommunikation mit den Trainern, um die Leute zu finden, die uns die beste Chance auf Erfolg in Sotschi geben. Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben”, betonte der Austro-Kanadier einen Tag vor seinem 47. Geburtstag.

Die Kriterien der Auswahl seines Kaders waren vielfältig. “Da kommen die besten Spieler der Welt zusammen, da brauchst du eine Mannschaft, die laufen kann. Wir haben aber auch auf die Positionen geschaut, auf die Chemie der Linien, dass wir eine kompakte Identität schaffen”, erklärte Viveiros.

Auch wenn Österreich in der Gruppe B gegen Finnland (13.2./9.00 MEZ), Titelverteidiger Kanada (14.2./18.00) und Norwegen (16.2./9.00) nur Außenseiter ist, setzt der Teamchef hohe Ziele. “Wenn du nach Sotschi gehst, ist das Ziel eine Medaille. Wir wissen, dass die Prozente dafür nicht hoch sind. Aber wir wollen mit diesem Ziel nach Sotschi gehen”, gab Viveiros Einblick in seine Einstellung und die Forderung an seine Spieler.

Tor: Bernhard Starkbaum (Brynäs Gävle/SWE), Rene Swette (KAC), Fabian Weinhandl (KAC)

Verteidigung: Mario Altmann (VSV), Florian Iberer (KAC), Andre Lakos (Vienna Capitals), Robert Lukas (Linz), Thomas Pöck (KAC), Matthias Trattnig (Salzburg), Stefan Ulmer (Lugano/SUI), Gerhard Unterluggauer (VSV)

Angriff: Michael Grabner (New York Islanders(USA/NHL), Raphael Herburger (Biel/SUI), Thomas Hundertpfund (Timra/SWE), Matthias Iberer (Linz), Thomas Koch (KAC), Andreas Kristler (Salzburg), Manuel Latusa (Salzburg), Brian Lebler (Linz), Daniel Oberkofler (Linz), Michael Raffl (Philadelphia Flyers/USA/NHL), Thomas Raffl (Salzburg), Oliver Setzinger (Lausanne/SUI), Thomas Vanek (New York Islanders/USA/NHL), Daniel Welser (Salzburg)

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