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ÖBB wollen Fahrgäste mit "interessanten Schnäppchen" locken

Matthä sieht heuer einen Umsatzverlust von 800 Mio. Euro auf die ÖBB zukommen.
Matthä sieht heuer einen Umsatzverlust von 800 Mio. Euro auf die ÖBB zukommen. ©APA/ROBERT JAEGER
ÖBB-Chef Andreas Matthä hat einen Ausblick auf die kommenden Projekte der Staatsbahn gegeben, mit denen die Fahrgastzahlen wieder erhöht werden sollen.

Nach dem coronabedingten Einbruch der Fahrgastzahlen - derzeit fahren nur rund die Hälfte der üblichen Passagiere Zug - sieht ÖBB-Chef Andreas Matthä heuer einen Umsatzverlust von 800 Mio. Euro auf die Staatsbahn zukommen. Kunden will er mit günstigen Preisen und besseren Mobilitätsangeboten für die letzte Meile zurückgewinnen, geht aus einem Interview mit der Zeitung "Kurier" (Dienstag) hervor.

ÖBB wollen Zugauslastung durch Schnäppchen erhöhen

"Wir werden interessante Schnäppchen anbieten, um die Zugauslastung zu erhöhen", so Matthä. Ansonsten sei "genau jetzt die Zeit, sich neue Dinge zu überlegen". Künftig sollen demnach mehr "Lösungen vom Bahnhof bis zum endgültigen Ziel des Kunden" angeboten werden. Es geht laut dem Manager um Scooter, Fahrräder, Sharing-Autos - alles soll man via App buchen können, um vom Zielbahnhof ans endgültige Ziel zu gelangen.

Der Umsatzeinbruch erklärt sich auch aus einem massiv gesunkenen Güterverkehrsaufkommen wegen der Coronakrise. Der trifft die Cargotochter der Staatsbahn RCA.

2019 erzielten die ÖBB einen Umsatz von 4,405 Mrd. Euro (+1 Prozent zu 2018) und ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Höhe von 755 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag stabil bei 168,5 Mio. Euro.

(APA/Red)

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