O-Töne-Finale: Riesenandrang bei Wolf Haas-Lesung im Wiener MQ

Kult-Autor Wolf Haas begeisterte beim O-Töne-Finale im MQ das zahlreich erschienene Publikum
Kult-Autor Wolf Haas begeisterte beim O-Töne-Finale im MQ das zahlreich erschienene Publikum ©APA
Autor und Publikumsliebling Wolf Haas durfte sich am Donnerstagabend über eine bestens besuchte Lesung im Haupthof des Museumsquartiers freuen. Zum Abschluss der O-Töne stellte Haas im MQ seinen eben erschienenen Roman "Verteidigung der Missionarsstellung" vor - und erwies sich als wahrer Stand-Up-Literat.
Bei der Lesung 2009
Die O-Töne 2012

Bereits 2009, als sich die Rekordzahl von 3.000 Fans zur Lesung aus seinem Roman “Der Brenner und der liebe Gott” im Museumsquartier eingefunden hatten, sorgte Wolf Haas für ein bestens gefülltes Museumsquartier – und auch heuer zum Abschluss der “O-Töne” strömten die Fans des “Brenner”-Autors in Scharen ins MQ.

Gut gelaunt: Kult-Autor Wolf Haas im MQ

Zum Finale der diesjährigen Open-Air-Lesereihe las der 51-jährige Autor im Haupthof vor dicht gedrängten Zuschauerreihen bei herrlichen Spätsommertemperaturen und unter einem fast vollen Mond erstmals aus seinem wenige Stunden zuvor vom Verlag Hoffmann und Campe ausgelieferten neuen Roman “Verteidigung der Missionarsstellung”.

Auswendig und augenzwinkernd bestritt Haas mit dem Romanbeginn, dem Versuch seines von der Statur an den hünenhaften Indianer aus dem Film “Einer flog über das Kuckucksnest” erinnernden Helden Benjamin Lee Baumgartner am Londoner Greenwich Market eine schöne Burgerverkäuferin anzubraten, den gut 20-minütigen Prolog seiner Lesung als Stand-Up-Literat. In der folgenden halben Stunde machte er das Publikum durch gelesene weitere Kapitel auch mit “der Baum”, der anbetungswürdigen Gattin Baumgartners, bekannt. Auch sein Detektiv Brenner, das titelgebende Porno-Gedicht “Verteidigung der Missionarsstellung”, eine autoritäre Zimmervermieterin und ein Paisley-Muster huschten flüchtig an den Ohren der Zuhörer vorbei.

Verfilmung bereits angedacht

Auch über eine Verfilmung wurde bereits gesprochen: Der Regisseur seiner Brenner-Krimis, Wolfgang Murnberger, habe ihn heute angerufen und gefragt, ob sein neues Buch denn “ein Film” sei, erzählte der Autor. Seine Bedenken, die wesentlichen Handlungsstränge spielten 1988 und 2006, habe Murnberger sofort zerstreut: “Alles, was unter 20 Jahren ist, geht!” Jetzt komme es vor allem auf die Besetzung der Hauptrolle an. “Wenn Sie also einen Schauspieler kennen, der der Figur des Chief Bromden in ‘Einer flog über das Kuckucksnest’ ähnlich sieht: Lassen Sie es mich wissen!”, scherzte Wolf Haas.

(apa/red)

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