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Nur zwei Millionen nahmen an Massentests teil

Besser als nichts ist die Teilnahmequote bei den Massentests allemal.
Besser als nichts ist die Teilnahmequote bei den Massentests allemal. ©APA/ERWIN SCHERIAU
Zwei Millionen Österreicher ließen sich im Dezember bei den Massentests testen, Ziel der Regierung waren rund fünf Millionen Menschen. Für Verteidigungsministerin Tanner war es dennoch ein "erfolgreiches Großprojekt".

Mehr als zwei Millionen Teilnehmer - bei rund 8,3 Millionen Berechtigten - wurden im Dezember bei der ersten Corona-Massentestreihe verzeichnet. Dabei wurden - mit PCR-Nachtestungen - mehr als 4.000 Infizierte gefunden. In Oberösterreich laufen die Tests noch bis Montag, im Burgenland bis Dienstag. Obwohl die angepeilten 60 Prozent mit bisher rund 25 Prozent deutlich unterschritten werden, sieht Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) das Ergebnis als "erfolgreiches Großprojekt, das im Neuen Jahr wiederholt wird".

Belohnungen für Test angedacht

Denn es sei gelungen, mehrere tausend Infizierte zu lokalisieren, die ohne Massentest wohl nicht erfahren hätten, dass sie positiv sind. "Dadurch konnten weitere Ansteckungen und eine Verbreitung des Coronavirus in den Familien, am Arbeitsplatz, in den Schulen und bei der Polizei erfolgreich verhindert werden", so Tanner in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Von 8. bis 10. Jänner wird es eine zweite Testreihe geben. Das Gesundheitsministerium überlegt "Anreizsysteme", um dann mehr Leute in die Teststraßen zu locken.

Kostenlose Tests in Tirol und Oberösterreich

Zwei Bundesländer - Tirol und Oberösterreich - haben beschlossen, weiterhin kostenlose Tests anzubieten. Die Tiroler können sich ab dem 19. Dezember bis ins Jahr 2021 hinein "dauerhaft und kostenlos" auf Corona untersuchen lassen. Oberösterreich wird das Service für die anstehenden Feiertage und Familienfeierlichkeiten an ausgewählten Standorten weiter anbieten. Salzburg prüft, weiter kostenlose Antigentests anzubieten.

Anschober: Zwei Millionen Tests "gelungener Start"

Zwei Millionen Menschen haben sich in Österreich laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) an der ersten Tranche der Massentests beteiligt. Davon waren rund 4.200 Ergebnisse auch nach den Nachtests positiv. Anschober wertete dies als "guten Start" und einen "gelungenen Schritt zur Eingrenzung der Pandemie in Österreich", wie er am Montag in einer Aussendung mitteilte.

4.200 Menschen, die sonst, ohne es zu wissen, andere Menschen angesteckt hätten, seien aus dem Infektionsgeschehen geholt worden. "Das ist der eigentliche Sinn der Massentests, möglichst viele asymptomatische Personen aus dem Infektionsgeschehen zu lösen und damit das Infektionsgeschehen zu verringern", betonte Anschober. Auf diese ersten Massentestungen könne man nun gut aufbauen und sie weiterentwickeln - für eine zweite Runde nach den Feiertagen, für Tests von Berufsgruppen, die in einem intensiven Kontakt zu anderen stehen, und für Testungen in Regionen mit einem besonders hohen Infektionsgrad.

(APA/red)

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