NSA-Affäre: Angeblicher Lauschposten in Wien soll geschlossen werden

In dieser Villa in Währing soll sich ein NSA-Posten befunden haben
In dieser Villa in Währing soll sich ein NSA-Posten befunden haben ©APA
Der angebliche Lauschposten des US-Geheimdienstes NSA in Wien-Währing soll in einem Jahr geschlossen werden. Die Technik in der Villa, in der sich dieser befindet, sei überholt.
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Wie die Website “futurezone.com” der Tageszeitung “Kurier”unter Berufung auf die US-Botschaft in Wien berichtete, sei die Technik der Villa im 18. Bezirk überholt. Demnach habe die Schließung des NSA-Horchpostens nichts mit der aktuellen Diskussion zu tun. In einem Jahr sollte das Gebäude aufgrund überholter Technik geschlossen werden, hieß es. Den Stand der Technik wollte die US-Botschaft nicht kommentieren.

Wirbel um NSA-Lauschposten

Der angebliche Lauschposten sorgt seit einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Format” von vergangener Woche für Diskussionen. Sowohl das Innenministerium als auch die US-Botschaft wiesen den Bericht zurück.

In der Villa sei ein sogenanntes “Open Source Center” untergebracht, in dem lediglich öffentlich zugängliche Informationen aus aller Welt ausgewertet werden, hatte die US-Botschaft gegenüber der “Presse” erklärt und bekräftigte dies am Mittwoch erneut. Die Villa in der Pötzleinsdorfer Straße ist bereits seit 42 Jahren im Besitz der US-Botschaft, 1971 wurde sie gekauft.

US-Botschaft: Keine Pläne zu Schließung

Die US-Botschaft in Wien hat einen Bericht über die angeblich geplante Schließung der als Lauschposten des US-Geheimdienstes kolportierten Wiener Villa dementiert. Die diplomatische Vertretung habe noch “keine Entscheidung über die Zukunft” des Gebäudes in der Pötzleinsdorfer Straße getroffen, erklärte ein Sprecher am Mittwoch auf APA-Anfrage. Demnach existierten derzeit keine Pläne, die Villa in Währing zu schließen.

Zuvor hatte die Website “futurezone.com” der Tageszeitung “Kurier” berichtet, dass der angebliche Horchposten der NSA in einem Jahr aufgrund überholter Technik geschlossen werden solle. Den Stand der Technik wollte die US-Botschaft gegenüber der APA nicht kommentieren, bekräftigte jedoch erneut, dass es sich bei dem Gebäude in der Pötzleinsdorfer Straße um keinen Lauschposten des US-Geheimdienstes, sondern um ein “Open Source Center” handle. Dort werden laut früheren Angaben lediglich öffentlich zugängliche Informationen aus aller Welt ausgewertet.

(apa/red)

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