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NR-Wahl: SPÖ steigt bei Umfragen

Christian Deutsch ortet eine veränderte STimmung in der Bevölkerung.
Christian Deutsch ortet eine veränderte STimmung in der Bevölkerung. ©APA/HANS PUNZ
Laut einer Umfrage soll die SPÖ bei der Wahl mindestens 23 Prozent erreichen. Dennoch ist die SPÖ voraussichtlich noch weit von der ÖVP entfernt.

Die SPÖ sieht elf Wochen vor der Nationalratswahl eine Trendumkehr zu ihren Gunsten gekommen. Anlass dafür ist eine IFES-Umfrage, die für sie nun nicht mehr 20 bis 21 Prozent, sondern mindestens 23 Prozent Stimmanteil ausweist. "Derzeit steigen wir in den Umfragen, und die ÖVP sinkt", freute sich Wahlkampfmanager Christian Deutsch am Donnerstag vor Journalisten.

Umfrage: Schwankungsbreite bei 1,5 bis 2 Prozent

Von der ÖVP, die in der Anfang Juli durchgeführten Parteiumfrage mit 1.200er-Sample mit (höchstens) 37 Prozent klar vorne liegt, ist die SPÖ zwar weiter meilenweit entfernt. Doch "entscheidend ist, geht es rauf oder runter", verkündete Deutsch, und andere Umfragen hätten die ÖVP zuletzt bei 38 Prozent gesehen. Die Schwankungsbreite der Umfrage liegt allerdings bei 1,5 bis 2 Prozent.

Die FPÖ kommt bei IFES derzeit auf 19 Prozent, die Grünen auf 11, die NEOS auf 8 und JETZT (ehemals Pilz) auf 1 Prozent. Bei der Nationalratswahl 2017 lautete das Ergebnis ÖVP 31,5, SPÖ 26,9, FPÖ 26,0, NEOS 5,3, Liste Pilz 4,4 und Grüne 3,8.

Deutsch ortet veränderte Stimmung in der Bevölkerung

Deutsch sprach von einer veränderten Stimmung in der Bevölkerung, angesichts der jüngsten Beschlüsse im Nationalrat und der Zufriedenheit mit der Übergangsregierung. Parteichefin Pamela Rendi-Wagner komme im persönlichen Gespräch bei den Menschen gut an, und diese Stärke wolle man bei einer Österreichtour noch stärker zum Tragen bringen. "Es ist der Beginn einer Aufholjagd, die wir damit einleiten." Bei der Wahl erster zu werden, sei möglich, denn Stimmungen änderten sich schnell, meinte er.

Drozda: Talsohle sei durchschritten

Dass man aus dieser Momentaufnahme das Momentum ablesen könne, meinte auch Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda. Die Talsohle sei durchschritten, es gebe einen Aufwärtstrend, meinte er im Vorfeld des Bundesparteirats am Samstag, bei dem die SPÖ ihre Listen absegnet. Sichtbar werde dies auch in der Social Media Kampagne, in der Rendi-Wagner und die SPÖ bei den Interaktionen weit vor den anderen Parteien und Spitzenkandidaten lägen.

SPÖ: Wahlkampagne wird am 19. August vorgestellt

Die SPÖ präsentiert Rendi-Wagner nun (und auch am Samstag) mit dem Slogan "Mut für Österreich. Gut für Österreich." Die Wahlkampagne sei dies aber noch nicht, denn die werde erst am 19. August vorgesellt. Auch die Auswahl der Agentur gebe man erst dann bekannt. Dass es sich um den Werber Luigi Schober handle, wie die "Presse" am Donnerstag berichtete, wollte man nicht bestätigen.

(APA/Red)

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