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Nova Rock 2019: Klimaschutz durch Musik vermitteln

Viele Musiker versuchen durch ihre Songs den Klimaschutz in den Mittelpunkt zu stellen.
Viele Musiker versuchen durch ihre Songs den Klimaschutz in den Mittelpunkt zu stellen. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Auch am Nova Rock in Nickelsdorf ist der Klimaschutz ein wichtiges Thema. Zumindest einige Musiker und Bands wollen in ihren Songs darauf aufmerksam machen.
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Klimaschutz ist auch am Nova Rock ein Thema. Zumindest für die moldawische Nu-Metal-Band Infected Rain. Für die soeben erschienene Single "The Earth Mantra" hat Sängerin Elena "Lena Scissorhands" Cataraga erstmals einen Text über Umweltschutz geschrieben. "Wir müssen früher oder später umdenken", sagte sie im Gespräch mit der APA. Musik sei "ein gutes Transportmittel für wichtige Anliegen".

Cataraga lebt seit einiger Zeit in den USA, aufgewachsen ist sie in Osteuropa. "Viele Leute beginnen sowohl hier als auch dort zunehmend etwas für den Klimaschutz tun", erzählte die Sängerin, die auch als Model arbeitet. "Die Leute wachen auf und setzen jeden Tag kleine Schritte in ihrem täglichen Leben, um den Planeten weniger zu verschmutzen. In Osteuropa ist es definitiv etwas schwieriger, die Menschen für den Umweltschutz zu sensibilisieren. In machen Ländern wird nicht einmal recycelt. Aber auch dort gibt es mittlerweile kleine Organisationen, die den Leuten helfen, den Müll richtig zu entsorgen."

Cataraga ist seit dreieinhalb Jahren Veganerin

Ihr selbst sei das Umweltthema "leider" auch erst vor kurzer Zeit bewusst geworden. "Ich versuche aber jeden Tag, besser zu werden", betonte Cataraga. "Ich möchte ein langes Leben in einer schönen Umwelt genießen. Ich liebe das Grün, den Planeten, die frische Luft. Aber ich verstehe natürlich das Streben nach einem bequemen Leben. Wenn man reist, will man nicht Geschirr waschen. Da greifen viele zu Einweggeschirr. Aber wenn wir uns für ein bequemes Leben entscheiden, verschmutzen wir unseren Planeten. Viele Gesundheitsprobleme kommen davon, was wir essen, trinken und atmen."

Seit dreieinhalb Jahren ist die Sängerin Veganerin. "Meine Ernährung umzustellen, war mein erster Schritt. Dann begann ich zu recyceln und weniger Plastik zu kaufen. Ich spreche auf meinem YouTube-Kanal über diese Themen. Und die Reaktion meiner Fans und meiner Band ermutigen mich, da weiterzumachen."

Infected Rain bringt neues Album "Endorphin" im Herbst heraus

Natürlich wisse sie, sagte Cataraga, dass man als Rockmusiker nicht nur mit gutem Beispiel vorangeht. "Wenn wir touren, schleppen wir einen Haufen Plastik mit uns herum. Aber man kann zumindest seinen eigenen Teller und sein eigenes Besteck nutzen, das man abwäscht und wiederverwendet. Natürlich ist es schwer, auf Batterien und Plastikflaschen zu verzichten. Oder auf Benzin und anderes Zeug, das den Planeten verschmutzt. Aber man kann zumindest den Verbrauch reduzieren und ein bisschen bewusster leben. Wenn jeder sein Verhalten ein wenig ändert, bringt das schon was."

Im Herbst bringen Infected Rain ein neues Album mit dem Titel "Endorphin" heraus. "Wir machen nichts großartig anderes als auf dem Vorgänger '86'. Wir wollen musikalisch wachsen, aber es ist immer noch Infected Rain, bloß reifer. Viele Fans haben sich Sorgen gemacht, weil wir jetzt bei einem Label gelandet sind. Wir hatten die Platte allerdings bereits vor der Unterschrift fertig. Die Songs sind manchmal ein bisschen aggressiver, manchmal emotionaler, manchmal sogar elektronischer. Ich kann das schwer beschreiben. Wir wollen uns eben nicht selbst in eine Schublade stecken, wir lieben kreative Freiheit."

Verstellen wolle man sich auf keinen Fall, ließ Frau "Scissorhands" wissen. "Wir haben eine Nummer-Eins-Regel und das ist zugleich unsere einzige Regel: Wir dürfen keine Angst davor haben, wir selbst zu sein. Wenn wir beim Spielen eines Songs Gänsehaut bekommen, dann haben wir unser Ziel erreicht. Dann wissen wir auch, dass die Fans diese Emotionen spüren werden. Wir wollen nicht bei einem Stil stecken bleiben, nur weil wir damit Erfolg hatten. So sind wir nicht!"

(APA/Red)

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