Norweger Gangnes Quali-Bester in Bischofshofen, Hayböck 3.

Der Quali-Beste Kenneth Gangnes
Der Quali-Beste Kenneth Gangnes
Michael Hayböck hat am Dienstag Hoffnungen auf seinen zweiten Podestplatz bei der 64. Vierschanzen-Tournee geweckt. Der Zweite von Oberstdorf flog in der Qualifikation in Bischofshofen auf 136 m und war damit Dritter. Tagesbester war sein Rivale um den dritten Gesamtrang, der Norweger Kenneth Gangnes ( 138,5 m) vor dem slowenischen Spitzenreiter Peter Prevc (137,5).


Als Vorjahrssieger kam Hayböck mit der Paul-Außerleitner-Schanze gleich wieder sehr gut zurecht, für den Bewerb am Dreikönigstag (17.00 Uhr/live ORF eins) vor rund 25.000 Zuschauern sieht er aber noch Reserven. “Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Sprung noch nicht ganz”, erklärte der 24-Jährige, der wie im Vorjahr auf seiner Lieblingsschanze einen neuen Anzug anlegt.

Für Hayböck geht es am Mittwoch um den dritten Gesamtrang. Der Norweger Gangnes liegt als aktueller Dritter 1,2 Punkte vor dem Oberösterreicher. Im Training brachte Gangnes mit einem Flug auf 143,5 m schon einen Beweis seiner Klasse. Die Weite lag einen halben Meter über dem elf Jahre alten Schanzenrekord von Daiki Ito (JPN). Weil sie im Training erreicht wurde, gilt sie aber nicht als offizielle Bestmarke.

Auch Stefan Kraft, der Tourneesieger von 2015, stellte Cheftrainer Heinz Kuttin an dessen 45. Geburtstag zufrieden. Nachdem er im Training sogar auf 140 m gesegelt war, begnügte sich der 22-jährige Lokalmatador mit 132,5 m. Kuttin sieht seine zwei Topspringer durchaus im Kreis der Favoriten auf den Tagessieg. “Die Burschen haben gezeigt, was möglich ist”, sagte der Kärntner. “Wir versuchen das Beste, mit der tollen Stimmung haben wir noch besseren Aufwind.”

Am Mittwoch sind zehn von elf zur Quali angetretenen Österreichern im Bewerb dabei. Nicht geschafft hat es ausgerechnet der anstelle von Schlierenzauer nominierte Thomas Diethart. Der Tournee- und Bischofshofen-Sieger von 2014 hat nach Trainingsrückstand kaum eine Handvoll Wettkampfsprünge in den Beinen und scheiterte mit 115 m. “Ich freue mich, dass ich mitmachen darf. Aber ich weiß, dass ich noch nicht hundertprozentig in Form bin und weiterarbeiten muss”, lautete sein Kommentar.

Peter Prevc geht als Topfavorit um den Gesamtsieg ins Rennen. Der 23-jährige Slowene führt mit 19,7 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Severin Freund und hat damit beste Chancen auf den ersten Tourneesieg eines Slowenen seit Primoz Peterka 1996/97 und den ersten nicht-österreischischen nach sieben ÖSV-Erfolgen in Folge.

Severin Freund musste durch seinen Sturz im Probedurchgang in Innsbruck einen Rückschlag hinnehmen und das Training am Dienstag auslassen. “Der Ruhetag hat nicht ausgereicht, um ihn sprungfertig zu machen”, betonte DSV-Trainer Werner Schuster, der dem Weltmeister eine weitere Pause gab. Freund hatte Prellungen am ganzen Körper erlitten, am Tag danach wurden die Schmerzen immer stärker. Das Antreten im Wettkampf sei aber nicht in Gefahr, betonte Schuster.

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