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Non-Profit-Organisationen und Sportvereine erhalten Corona-Hilfen

Der Hilfsfonds ist mit 700 Mio. Euro dotiert.
Der Hilfsfonds ist mit 700 Mio. Euro dotiert. ©pixabay.com (Sujet)
Auch für Non-Profit-Organisation und Sportvereine gibt es nun finanzielle Coronahilfen. 700 Mio. Euro stehen zur Verfügung, Anträge sind ab 8. Juli möglich.

Das gaben Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. 35 Mio. Euro davon sind für den Profisport reserviert.

Anträge sind ab 8. Juli unter www.npo-fonds.at möglich.

Fonds mit 700 Mio. Euro dotiert, davon 35 Mio. für Profisport

Im Nationalrat beschlossen ist der "Unterstützungsfonds für Non-Profit-Organisationen (NPO)" bereits, nun liegen die Richtlinien vor. Auszahlungen können demnach gemeinnützige Vereine aus allen Lebensbereichen beantragen, vom Rettungswesen über den Sport oder den Umweltschutz bis zum Brauchtumswesen. Inkludiert sind auch die Feuerwehren sowie die anerkannten Religionsgemeinschaften.

Gewährt wird - in zwei Tranchen - ein Fixkostenzuschuss etwa für Miet- oder Personalkosten sowie ein Struktursicherungsbeitrag, der mit 7 Prozent der Einnahmen des Jahres 2019 gedeckelt ist. Pro Organisation werden höchstens 2,4 Mio. Euro ausgezahlt. Geld gibt es vorerst für ein halbes Jahr, konkret vom Beginn der Corona-Krise bis 30. September.

Die Abwicklung übernimmt das Austria Wirtschaftsservice (aws), für den Profisport die Sportförderungs-GesmbH von Koglers Ministerium. Geld aus dieser Schiene ist für die beiden obersten Fußball- und Eishockeyligen sowie für Handball, Volleyball, Basketball und Landhockey vorgesehen.

Kogler über "Ehrenamtsfonds" hoch erfreut

Kogler zeigte sich über den "Ehrenamtsfonds" hoch erfreut und sprach von "einem meiner bedeutendsten Tage als Bundesminister". Man habe ein europaweit einmaliges, beispielhaftes und umfassendes Unterstützungspaket für die Vereine und die Zivilgesellschaft insgesamt geschnürt.

Ganz ähnlich sah das Köstinger, sei Österreich doch das Land des Ehrenamts und der Freiwilligenarbeit. Allein 15.000 Sportvereine gebe es im Lande, aber auch 4.800 Freiwillige Feuerwehren, 2.000 Blasmusikkapellen oder 1.000 Chorvereine.

Lob und Kritik zur Vereinsförderung

Lob und Tadel gab es am Donnerstag für den nun startenden NPO-Unterstützungsfonds, in dem 700 Mio. Euro für gemeinnützige Organisationen und (Sport-)Vereine vorgesehen sind. Sport Austria-Präsident Hans Niessl bedankte sich trotz Wartezeit. Zustimmung kam von der Sportunion. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) ortete ungelöste Fragen, die SPÖ zeigte sich generell unzufrieden.

Niessl, früher SPÖ-Landeshauptmann des Burgenlands, kritisierte in einer Aussendung, dass man auf die Fertigstellung der Richtlinien für die Coronahilfe durch die Ministerien lange warten habe müssen: "Nun aber ist es soweit und dafür sagen wir im Namen von 15.000 Sportvereinen und 2,1 Millionen Sportvereinsmitgliedern: danke!" Nun sei es wichtig, dass es rasch zu Auszahlungen komme.

Ähnlich sah das Peter McDonald, Chef der ÖVP-nahen Sportunion. Es brauche es einen langen Atem der Unterstützung, da ja auch die regionale Wirtschaft aktuell in ihrer Sponsorentätigkeit gehemmt sei.

Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe begrüßten den Fonds, sahen aber auch offene Baustellen. Gepocht wurde auf die von den Sozialpartnern in Aussicht gestellte Corona-Gefahrenzulage für Mitarbeiter im Sozialbereich sowie auf Kostenersatz für Schutzausrüstung und personelle Mehrkosten.

Erfreut zeigte sich der Umweltdachverband. Gemeinnützige Vereine seien für das gute Funktionieren der Gesellschaft unerlässlich, betonte Präsident Franz Maier: "Österreich wäre ohne Zivilgesellschaft und seine Vereine nicht denkbar."

Intransparenz und Ineffizienz attestierte hingegen SPÖ-Sportsprecher Maximilian Köllner dem Paket. Entgegen der Ankündigungen der Regierung, dass es ein eigenes Hilfspaket für den Sport im Ausmaß von 100 Millionen Euro geben werde, seien die Sportvereine nun in einen Topf mit allen anderen Non-Profit-Organisationen geworfen worden.

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(APA/Red)

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