Nicht weiter als vor einem Jahr

Christian Klien steigt am Mittwoch zu Testzwecken in Jerez wieder in den Red-Bull-Boliden ein. Im VN-Interview sprach er über das Rennen in Silverstone sowie die folgenden GP in Hockenheim und Ungarn. | Formel1.vol.at

VN: Die Red-Bull-Strategie ist in Silverstone nicht aufgegangen – warum?
Klien: “Eigentlich war ich auf einer Drei-Stopp-Strategie unterwegs. Ich sollte mit wenig Benzin aggressiv wegfahren. Nach der Safety-Car-Phase gleich zu Beginn hat das Team aber aufs zwei Stopps umdisponiert. Ich war schneller, als Coulthard und Heidfeld, habe beide beim Start auch überholt. Aber dann bin ich im Verkehr stecken geblieben, kam an Webber und Villeneuve nicht mehr vorbei.”

VN: Bei der Reifenwahl hat man sich auch vertan.
Klien: “Die Reifen und das Auto haben das ganze Wochenende nicht zusammengepasst. Auf der Qualifikationsrunde bin ich nur gerutscht, auch im Rennen war die Mischung zu hart.”

VN: Ab Mittwoch gibt es Tests in Jerez – da muss etwas bewegt werden, will man nicht an Boden verlieren.
Klien: “Für Hockenheim werden sich keine Veränderungen ausgehen. In Ungarn gibt es eine neue Vorderradaufhängung, die Aerodynamik erfährt ein Update.”

VN: Rang zehn im letzten Jahr in Hockenheim, im Training Zwölfter. Resultate, mit denen du nächste Woche zufrieden sein würdest?
Klien: “Nein, das wäre ich ganz klar nicht. Wir wurden heuer zu Beginn ein wenig verwöhnt, sind aus eigener Kraft in die Punkte gefahren. Dazu sind wir jetzt allerdings nicht mehr in der Lage, wie auch Silverstone gezeigt hat. Leider sind wir momentan nicht weiter als vor einem Jahr.”

VN: Zusammen mit Coulthard, Button und Liuzzi warst du in London unterwegs. Dein Gefühl nach den Terroranschlägen?
Klien: “Was passiert ist, ist sehr schlimm. Bei uns ist am Rennwochenende aber alles so fokussiert, dass die Gedanken daran schnell verflogen sind.”

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