New Yorker Philharmoniker geben Konzert in Vietnam

Im kommunistisch geführten Vietnam sind erstmals die New Yorker Philharmoniker aufgetreten. Das weltberühmte US-Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert führte eine Symphonie und ein Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven auf. Vor dem Opernhaus versammelten sich zahlreiche, zumeist junge Zuhörer, um die Live-Übertragung des Konzerts auf zwei großen Leinwänden zu verfolgen.

Für die meisten von ihnen wären die Eintrittskarten wohl nicht erschwinglich gewesen: Sie kosteten umgerechnet zwischen 57 und 133 Euro, für viele Vietnamesen ein ganzer Monatslohn. Mehr als ein Drittel der Karten wurden an Sponsoren und Regierungsvertreter abgeben. Für Samstagabend war ein weiteres Konzert geplant, bei dem auch der bekannte deutsche Geiger Frank Peter Zimmermann als Solist auftreten sollte.

Die Konzerte sollen unter anderem einer weiteren Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Vietnam dienen, wie Diplomaten beider Länder vor dem Konzert hervorhoben. Das Verhältnis beider Länder hat sich seit der offiziellen Normalisierung der Beziehungen 1995, 20 Jahre nach Ende des Vietnamkriegs, gut entwickelt. Anfang 2008 hatten die New Yorker Philharmoniker als erste Musiker aus den USA überhaupt ein Konzert in Nordkorea gegeben.

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