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Neustart bei AUA: Verhandlungen beginnen

Die Gespräche sind alles andere als einfach.
Die Gespräche sind alles andere als einfach. ©APA/AUSTRIAN AIRLINES
Die Verhandlungen über einen Neustart bei der AUA haben begonnen. Die Gespräche sind jedoch alles andere als einfach.

Bei der Austrian Airlines (AUA) gehen die Verhandlungen über den Neustart nach der Coronakrise los. Laut "Presse" beginnen am Donnerstag die Verhandlungen zwischen AUA-Vorstand und der staatlichen Coronahilfen-Finanzierungsagentur Cofag. Der "Standard" schreibt, die Regierung habe ein Team beisammen, dass ab heute mit AUA und Flughafen Wien verhandeln werde. Auch die Gewerkschaft ist involviert.

Gespräche könnten bis Mai andauern

Laut "Kleine Zeitung" könnten die Gespräche bis in den Mai dauern. Deutlich früher wird die heimische Airline über die Verlängerung der Kurzarbeit der rund 7.000 Mitarbeiter entscheiden. Bisher ist diese nur bis zum 20. April beantragt. Der "Kurier" berichtet, dass sie um ein Monat verlängert wird. AUA-Sprecher Peter Thier sagte am Donnerstag zur APA, die Kurzarbeit werde im Einvernehmen mit dem Betriebsrat in den nächsten Tagen verlängert.

Parallel zu den Verhandlungen mit der Regierung um Staatshilfe spricht die AUA-Führung mit Betriebsrat und Gewerkschaft auch über einen Sparkurs. Erste Treffen hat es bereits gegeben. Laut "Standard" will der Vorstand unter anderem Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Sozialleistungen und Jubiläumsgelder streichen und die Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden erhöhen.

Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger bestätigte gegenüber der APA, dass der Vorstand am Mittwoch ein "Wunschpaket" vorgelegt habe. "Das wird es so aber nicht spielen", so der AUA-Pilot. Er sei bereit, Lösungen für die akute Krise zu finden, aber er werde keine Einschnitte akzeptieren, die auf das Jahr 2022 abzielen.

Gespräche sind alles andere als einfach

Generell sind die Gespräche alles andere als einfach. "Es ist schwierig, in drei Glaskugeln gleichzeitig zu schauen", meinte Stratberger. Anstelle von Kündigungen spricht er sich für langfristige Kurzarbeitsmodelle aus. Noch gebe es aber keine Details. Wobei gerade die Kurzarbeit für Flugbegleiter "wahnsinnig bitter" sei, weil die variablen Gehaltsbestandteile wie die Einnahmen aus dem Bordverkauf oder die Diäten weggefallen sind.

Über die Kurzarbeit hilft der Staat der AUA laut "Presse" mit bis zu 320 Mio. Euro - bei Ausnutzen des möglichen Gesamtzeitraums von sechs Monaten. Hinzu kommen sollen Hilfen der Cofag. Die Regierung hat bereits in Aussicht gestellt, dass die Obergrenze von 120 Mio. Euro in Ausnahmefällen überschritten werden darf. In Summe steht ein Betrag von rund 800 Mio. Euro im Raum.

AUA rechnet mit erst 2023 mit Normalisierung

Die AUA liebäugelt auch mit einem längeren Zeitraum für die Kurzarbeit. Sie geht nämlich davon aus, dass sich das Geschäft frühestens 2023 normalisiert. AUA-Sprecher Thier will sich zu den auf mehreren Ebenen laufenden Verhandlungen generell nicht äußern.

(APA/Red)

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