Neues Album: "Krautschädel"

Bild: www.krautschaedl.at
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In ihrer Heimat Oberösterreich längst schon Helden, starten die drei Jungs von "Krautschädel" jetzt erst so richtig durch: Auf ihrer neuen CD "Im Kraut" tun sie das, was sie am besten können - rocken!

…gonz wurscht wos I ah werd, I kauf ma moi ah Pferd…

Träume sind so individuell, wie die Menschen, die sich selbige in den Kopf gesetzt haben. Mölgie z.B. träumt von einem Pferd. Ganz ehrlich. Deshalb singt er auch darüber. Weil es ihm wichtig ist. Weil es ihn etwas angeht. Weil es gesagt werden muss. Weil es sein derzeitiges Lebensmotto ist, wie er bekennt. Ein solches kann sich ändern, denn er ist erst 22 Jahre alt. Zu jung, um sich endgültig festzulegen, aber doch schon so alt, dass man den Traum von einem Pferd nicht mehr als jugendliche Schwärmerei abtun kann.

Diese Ernsthaftigkeit passt zu KRAUTSCHÄDL, der Band aus Wels, für die Mölgie die Texte schreibt, für die er singt und die Gitarre spielt. Gemeinsam mit Sonti (20) am Bass und Plescha (21) am Schlagzeug bildet er jenes Rock-Trio, das sich anschickt, nach der Heimat Oberösterreich und dem benachbarten Bayern ganz Österreich im Sturm zu erobern. Mit zupackenden Rockrhythmen und Texten, die man versteht, obwohl oder gerade weil sie im Dialekt zu Hause sind.

Das Studium sparen sie sich noch, die drei, weil sie gesehen haben, da ist noch mehr drinnen. Sind sie doch nominiert für den Amadeus Austrian Music Award 2007 – Academy Award, wo es nicht um Verkäufe oder Chartplatzierungen geht, sondern um Livequalitäten; und gerade die haben KRAUTSCHÄDL in mehr als 100 zum Teil ausverkauften Konzerten mehr als nur unter Beweis gestellt. KRAUTSCHÄDL meinen es ernst, und vor allem, KRAUTSCHÄDL lassen sicht nicht verbiegen. Ob Plattenvertrag und Amadeus-Award hin oder her – hier haben wir es mit einer Rockband zu tun, die konsequent ihren Weg geht, ohne Rücksicht auf Verluste.

„Im Kraut“, das zweite Album von KRAUTSCHÄDL, zeigt, dass sich die drei Musiker vom Dasein einer Schüler-Rock-Band endgültig verabschieden. Hier wächst etwas weiter, was im vergangenen Jahr erstmals erblüht ist.

„Im Kraut“ besticht mit der Authentizität der Musiker. Hier verstellt sich niemand, hier wird geradeaus gerockt, aus dem Bauch agiert, ohne aber deshalb das Hirn zu vernachlässigen.

Wenn KRAUTSCHÄDL „in the house“ sind, wie es im Album-Opener „Da Öffna“ heißt, dann ist Partystimmung angesagt. Daran hat sich nichts geändert, wenngleich die Oberösterreicher diesmal auch keine Scheu davor haben, ruhigere Töne anzuschlagen. „An Woiza“ ist eine Ballade, die tief unter die Haut geht. Ungewohnt, aber durch die Intensitität der Worte und des musikalischen Ausdrucks besonders emotionell. …I drah mi im Wind und I find mi im Sturm…

KRAUTSCHÄDL lehren uns damit, dass auch gestandene Rockmusiker Menschen sind, denen in gefühlsintensiven Momenten das Herz übergeht. Das ist gut so. Davon lebt „Im Kraut“. Hier präsentiert sich eine gereifte Band, die weiß, was sie will, die mit pulsierenden Arrangements und gescheiten Texten den Soundtrack für ihre Generation geschrieben hat.

Intim, intensiv und extrem gelungen. Da wächst offenbar Großes heran.

www.krautschaedl.at
www.myspace.com/krautschaedl

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