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Weltweit so viele Corona-Neuinfektionen wie nie zuvor

Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Hamburg, Berlin will nun gegen Coronaverweigerer härter durchgreifen
Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Hamburg, Berlin will nun gegen Coronaverweigerer härter durchgreifen ©APA-DPA-Markus Scholz
Die Weltgesundheitsorganisation meldet einen neuen Rekord an registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Dazu kommt: Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich.
48 aktiv Infizierte in Vorarlberg

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat innerhalb von 24 Stunden weltweit so viele neue Corona-Infektionen gemeldet wie nie zuvor. Die Zahl lag bei fast 300.000, wie die WHO am Samstagabend berichtete. Insgesamt sind damit seit Bekanntwerden des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 21 Millionen Infektionen gemeldet worden.

Hohe Dunkelziffer

Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich. In manchen Ländern werden viele, in anderen nur wenige Menschen auf das Virus getestet.

300.000 neue Fälle

Die konkreten Zahlen, Stand Samstag 10.00 Uhr MESZ: 294.237 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, seit Beginn des Ausbruchs insgesamt 21.026.758 Fälle. 755.786 Infizierte sind nach der WHO-Statistik weltweit gestorben.

Der vorige Rekord

Den vorherigen Rekord verzeichnete die WHO am 31. Juli mit etwas über 292.000 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. Nach absoluten Zahlen sind die bevölkerungsreichen Länder USA, Brasilien und Indien mit mehr als jeweils 100. 000 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen am stärksten betroffen.

Vorarlberg: Vier Neuinfektionen

Bisher gab es in Österreich 23.370 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (16. August 2020, 09:30 Uhr, Zahlen des Innenministeriums) sind österreichweit 728 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 20.681 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 84 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 19 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Die 191 Neuinfektionen seit der letzten Meldung (Samstag, 09:30 Uhr) teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:

  • Burgenland: 1
  • Kärnten: 8
  • Niederösterreich: 39
  • Oberösterreich: 24
  • Salzburg: 14
  • Steiermark: 3
  • Tirol: 12
  • Vorarlberg: 4
  • Wien: 86

Frankreich verzeichnet stärksten Anstieg seit Mai

Frankreich hat am Samstag die höchste Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus seit drei Monaten verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurden den französischen Gesundheitsbehörden 17 neue Infektionsherde und 3.310 Neuinfektionen gemeldet - der höchste Anstieg seit Mai. Auch die Zahl der Intensivpatienten, die seit Ende Juli ungefähr gleich geblieben war, stieg leicht an und liegt nun bei 376.

Mit mehr als 30.400 Corona-Toten zählt Frankreich zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Seit dem Ende der strengen Ausgangsbeschränkungen im Mai steigen die Fallzahlen wieder an.

Rom ohne Besucher

Berlins Bürgermeister: Strenger werden mit Corona-Leugnern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller will Verstöße gegen die Alltagsregeln zum Schutz vor der Corona-Pandemie konsequenter verfolgen und bestrafen. "Die Corona-Leugner gefährden viele. Dafür gibt es keine Entschuldigung, da müssen wir strenger werden", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". So werde seine Regierung dafür sorgen, dass die Gästelisten in der Gastronomie ordentlich geführt werden. "Demonstrationen werden wir schneller unterbinden, wenn das Maskengebot nicht beachtet wird. Dann verhängen wir Ordnungsgelder und lösen die Demo notfalls sofort wieder auf."

Müller räumte ein, dass man nicht alles mit staatlichen Eingriffen, Polizei und Repression durchsetzen könne. Aber bei den Unverbesserlichen müsse gezielt und hart durchgegriffen werden.

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 625 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Sonntagmorgen hervor. An Sonntagen sind die gemeldeten Zahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Am Freitag und Samstag hatte das RKI jeweils noch mehr als 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet - so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr.

(APA/dpa)

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