Neue Vorwürfe gegen Kunsthalle-Direktor Gerald Matt

Der umstrittene Kunsthalle-Direktor Gerald Matt
Der umstrittene Kunsthalle-Direktor Gerald Matt ©APA
Es scheint kein Ende zu nehmen: In der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" sind am Donnerstag neue Vorwürfe gegen die Wiener Kunsthalle und ihren Direktor Gerald Matt aufgetaucht.
Heftige Vorwürfe gegen Matt
Wie geht es mit Matt weiter?

Demnach sei die 2009 von der Stadt Wien in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für eine mögliche Fusion von Kunsthalle und Künstlerhaus ausgerechnet von einer Firma durchgeführt, die Matts langjähriger Freundin Susanne Moser gehörte. “Wenig erstaunlich, dass Mosers Gutachten Punkt für Punkt Matts Argumentation folgte, für die Kunsthalle sei kein Platz im Künstlerhaus”, heißt es in der Österreich-Ausgabe der Zeitung. Auch die Eintritte von 2001 bis 2010 seien um knapp 500.000 Besucher höher angegeben worden, als der Rechnungshof berechnet habe.

Kunsthalle weist Vorwürfe zurück

Die Kunsthalle wies am Donnerstag diese neuerlichen Vorwürfe als “weiteren Teil einer Kampagne zur Diskreditierung” des Hauses zurück. Laut Präsident Thomas Häusle habe die Kunsthalle “niemals einen Auftrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie” gegeben – dieser Auftrag in Höhe von “33.600 Euro zuzüglich Spesenpauschale und Umsatzsteuer” war aber von der Stadt Wien vergeben worden. Häusle bekräftigte zudem, dass “nach der mit dem Rechnungshof abgestimmten Zählpraxis” knapp 1,4 Millionen Besucher gezählt worden seien – das entspricht zwar nicht den von der “Zeit” kolportierten 1,1 Millionen, ebenso wenig aber den von der Kunsthalle bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Museumsquartiers angegebenen 1,6 Millionen.

Gerald Matt sorgt für medialen Wirbel

Das Nachrichtenmagazin “profil” hatte in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, dass Gerald Matt in den Jahren 1998 bis 2005 private Dienstleistungen wie Möbeltransporte, Umbauarbeiten in seiner Wohnung oder Autoreparaturen über das Ausstellungshaus verrechnet hat. Die Wiener Grünen, kleiner Koalitionspartner der SPÖ, hatten daraufhin die Zustimmung zu einer weiteren Subvention an die Kunsthalle an die Personalie Matt geknüpft.

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