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Neue Version der "Stopp Corona App": Kontakte werden automatisch erfasst

Die "Stopp Corona App" des Roten Kreuzes speichert die Kontakte auf Wunsch nun automatisch.
Die "Stopp Corona App" des Roten Kreuzes speichert die Kontakte auf Wunsch nun automatisch. ©Pixabay.com (Sujet)
Ab Donnerstag soll die "Stopp Corona App" des Roten Kreuzes Kontakte auf Wunsch automatisch erfassen und speichern. Die neue Version soll dies über Bluetooth oder WLAN ermöglichen, erklärte das federführende Entwicklerteam von Accenture Österreich. Ebenfalls angeboten wird ein Selbsttest mit vier Fragen, wodurch im Verdachtsfall das Kontaktumfeld informiert wird.
Idee gut, Umsetzung schlecht
Corona-App: Es wird keine Verpflichtung geben

"Die App muss so userfreundlich wir möglich sein und gleichzeitig optimal das Ziel verfolgen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen bzw. zu verlangsamen", lautet die Devise der Entwickler. Die ab Donnerstag implementierten Funktionen sind der Selbsttest sowie eine "Warn/ Entwarn-Funktion" im Verdachtsfall. Der nun automatisierte "digitale Handshake" wird optional in der neuen Version angeboten.

"Stopp Corona App"-Selbsttest: Symptom-Checker

Bei dem Selbsttest handelt es sich um einen sogenannten Symptom-Checker. Der Benutzer muss dabei vier Entscheidungsfragen zu möglichen Corona-Symptomen beantworten. Je nach Antwort werden im Verdachtsfall jene Personen informiert, die in der App als Kontakte erfasst sind. Dann wird eine "Gelbe Ampel" angezeigt. Der digitale Handshake prüft via Bluetooth oder WLAN, welche Geräte sich länger als 15 Minuten innerhalb eines Umfelds von zwei Metern befinden.

Accenture Österreich betont auch, dass die App ein "Datenschutz-Champion" sei. Die Daten würden pseudonymisiert gespeichert, die App sei "mit größter Sorgfalt und mit dem Maximum an Datenschutz-Standards" konzipiert. "Wir nennen das Privacy-by-Design. Das bedeutet, es werden ausschließlich die essenziellen Daten gespeichert", so die Entwickler. Die App beruhe zudem weiterhin auf Freiwilligkeit. Es bedarf bei den Funktionen immer die Zustimmung des Nutzers.

Um noch mehr Transparenz zu schaffen, ist für die App eine Open-Source-Lösung geplant. "Dabei sind wir im engen Austausch mit unserem Auftraggeber, dem Roten Kreuz, Datenschutzinstituten und Universitäten", so Accenture. Aktuell stehe aber das Umsetzen der neuen Funktionalitäten im Vordergrund.

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(APA/Red.)

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