NEOS fordern "Entbürokratisierung" der Wirtschaft

Die NEOS wollen eine Entbürokratisierung der Wirtschaft
Die NEOS wollen eine Entbürokratisierung der Wirtschaft ©APA
Bei der Vorstellung der NEOS-"Chancen-Pläne" am Donnerstag, die zu "nachhaltigem Aufschwung" führen sollen, findet sich auch die Forderung nach einer "Entbürokratisierung" der Wirtschaft.

Parteichef Matthias Strolz hatte bei der Pressekonferenz den Ex-Chef der Raiffeisen Bank International, Karl Sevelda, und den Industriellen Cord Prinzhorn an seiner Seite.

NEOS-Plan sieht “Entbürokratisierung” der Wirtschaft vor

“Wirtschaft sind wir alle”, lautet die Botschaft von Spitzenkandidat Strolz, der seine von Prominenten unterstützten “Chancen-Pläne” zu verschiedenen Bereichen in mögliche Regierungsverhandlungen mitbringen will. Präsentiert wurden die Inhalte am Wiener Sitz der Prinzhorn Holding. Der Sohn des ehemaligen freiheitlichen Politikers Thomas Prinzhorn unterstützt die NEOS nicht nur inhaltlich, sondern hat auch eine Privatspende von 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.

“Die Bürokratie ist sicher eine der größten Hürden in Österreich in der Abwicklung von Unternehmertum”, beklagte sich Prinzhorn. Maßnahmen wie der Beschäftigungsbonus würden dies nicht besser machen, ein “Bürokratie-Wirrwarr” sei die Folge. Dass die ÖVP unter Obmann Sebastian Kurz dem NEOS-Antrag zur Abschaffung der kalten Progression im Nationalrat nicht zugestimmt hat, stimmt Prinzhorn ärgerlich. Strolz dazu: “Er ist ein echter Maulheld.”

Senkung der Lohnnebenkosten

Nicht nur das Zurückdrängen der Bürokratie fordern die NEOS, auch weitere bekannte Forderungen wie die Senkung der Lohnnebenkosten, die Abschaffung der KÖSt auf nicht entnommene Gewinne sowie der Wegfall von Bagatellsteuern sieht der “Chancen-Plan” vor. Weiters wollen die NEOS die Neuschreibung der Gewerbeordnung, die Gleichstellung von Betriebsvereinbarungen mit Kollektivverträgen und die Aufhebung der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern.

Auch den Börsenstandort Wien wollen die NEOS gestärkt sehen. “Der Kapitalmarkt ist ja in Österreich völlig unterentwickelt”, sagte Sevelda dazu. Wirtschaftskompetenzen sollten zudem schon in der Schule vermittelt werden durch gezielte Finanz- und Wirtschaftsbildung. “Wir brauchen vor allem positive Einstellung zur Wirtschaft und zum Unternehmertum”, meinte der ehemalige RBI-Chef und: “Ich glaube, dass Österreich die Liberalen braucht.”

(APA/Red.)

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