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NEOS fordern Detail-Impfplan, FPÖ unabhängiges Impfgremium

Corona-Impfung: NEOS-Abgeordneter Loacker stellt parlamentarische Anfragen.
Corona-Impfung: NEOS-Abgeordneter Loacker stellt parlamentarische Anfragen. ©APA
Kritik an der Corona-Impfstrategie der Regierung kommt von der Opposition. Die NEOS freuen sich zwar über den Impfstart in Österreich und fordern eine "nationale Allianz", um das Vertrauen in die Immunisierung zu erhöhen.
Erste Österreicher geimpft
Kurz über Impfstart erfreut

Nötig sei dafür ein detaillierter und nachvollziehbarer Impfplan sowie ein "ehrliches und transparent erstelltes" Informationsangebot. Die FPÖ forderte unterdessen ein "unabhängiges" Nationales Impfgremium ein.

Loacker kündigte parlamentarische Anfrage an

NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker will mit parlamentarischen Anfragen die Details der Covid-19-Impfstrategie klären, sagte er gegenüber der APA. "Nur wenn die Menschen wissen, was genau auf sie zukommt, also wann, wo und wie sie geimpft werden, kann die Impfung eine hohe Akzeptanz bekommen", meint Loacker. Die Regierung müsse gewährleisten, dass bis zum Sommer genügend Impfstoff für die breite Masse zur Verfügung steht. Der Plan, den sie vor Wochen vorgelegt habe, müsse aktualisiert werden.

FPÖ kritisiert Nationales Impfgremium

Die FPÖ kritisierte unterdessen die Zusammensetzung des Nationalen Impfgremiums: "Immerhin fünf der 14 Mitglieder des Nationalen Impfgremiums sind weisungsgebundene Beamte und Vertragsbedienstete des grünen Gesundheitsministers", sagte die stellvertretende FPÖ-Klubobfrau und Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung. Sie verwies etwa auf die neu durch Anschober bestellte Sektionschefin Katharina Reich: Mit dieser agiere ein Mitglied des Nationalen Impfgremiums, "das dem eigenen Minister wegen des Karrieresprungs zum höchsten Dank verpflichtet ist".

Kritik übte Belakowitsch auch an der Vorsitzenden des Impfgremiums, Ursula Wiedermann-Schmidt. Diese habe sich "von ÖVP-Kanzler Kurz und seinem grünen 'Beiwagerl Anschober' gerade erst für eine öffentlichkeitswirksame Propaganda-Impfshow einspannen" lassen, "die dem ehemaligen DDR-Staats- und Parteichef Honecker zu seinen besten Zeiten wohl die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte", meinte sie.

Die FPÖ fordert ein Nationales Impfgremium, "das nach einem öffentlichen Hearing und unter Einbindung des Parlaments als demokratischer Kontrollinstanz von wirklich unabhängigen Experten besetzt wird". In der nächsten Nationalratssitzung werde man entsprechende Anträge einbringen.

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(APA/Red)

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