Nächstes Endspiel im Abstiegskampf

Jedes Spiel ist für den FC Wacker Innsbruck derzeit ein kleines Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga.

Das nächste folgt am Samstag beim Tabellenfünften SK Sturm Graz. “Jedes Spiel ist für sich sehr entscheidend. In Graz zu gewinnen, wäre ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt”, meinte Wacker-Trainer Helmut Kraft.

Sollte der SK Austria Kärnten am Freitagabend bei Tabellenführer Rapid nicht gewinnen, hätten die Innsbrucker nämlich sogar die Chance, die Rote Laterne mit einem Sieg nach Klagenfurt abzugeben. “Wichtig ist vor allem, dass der Abstand nicht größer wird”, sagte Kraft. Beide Abstiegskandidaten haben von ihren drei ausständigen Spielen zwei auswärts zu bestreiten.

“Wir wissen, dass wir zumindest eines davon gewinnen müssen. Am Besten schon in Graz”, erklärte Kraft. Auf einen Auswärtssieg warten die Innsbrucker allerdings schon fünf Runden vergeblich. Der bisher einzige Dreipunkter in dieser Saison war dem Schlusslicht am 30. November in Kärnten (2:0) gelungen. Bei Sturm siegten die Innsbrucker zuletzt am 19. Juli 2006 mit 3:2.

Kraft muss aufgrund einer Muskelverletzung unter anderem auf Stürmer Olushola Aganun verzichten, der in der Vorwoche gegen Ried noch das Goldtor zum 1:0 erzielt hatte. Daher erhält der Nigerianer Atukwei Clottey, der es bisher nur auf zwei Kurzeinsätze gebracht hat, seine Chance. “Er zeigt sehr viel Engagement. Und er ist in der Situation eher unbefangen”, begründete Kraft.

Der Heimsieg gegen Ried habe zwar auch beim wackeren Rest für Erleichterung gesorgt. “Sturm wird aber eine ähnliche Geschichte”, erinnerte Kraft. “Wenn wir jetzt einfädeln, kann es vorbei sein.” Daher wird Kapitän Matthias Hattenberger trotz einer Prellung der Kniescheibe spielen. In der Innenverteidigung kehren die Stammkräfte Feldhofer und Schrott nach ihren Sperren zurück. “Das gibt uns Sicherheit”, meinte Kraft.

Sturm muss aufgrund einer Wadenverletzung auf Klaus Salmutter verzichten. Ob Christian Gratzei schon zwei Wochen nach seiner Meniskus-Arthroskopie ins Tor zurückkehrt, ist unklar. Der Stammkeeper sollte zuvor bei den Amateuren Spielpraxis sammeln und könnte noch einmal durch Josef Schicklgruber ersetzt werden. Auch der Einsatz von Thomas Krammer (Adduktoren) ist fraglich.

Der Winterkönig wartet drei Runden auf einen Sieg, zeigte zuletzt gegen Mattersburg (1:1), Austria (1:2) und Salzburg (0:3) aber ansprechende Leistungen. “Wir haben unsere Torchancen nicht verwertet und in der Defensive individuelle Fehler gemacht. Natürlich fehlt uns in bestimmten Situationen auch die Routine”, erklärte Trainer Franco Foda, der gegen den Abstiegskandidaten ein “Geduldspiel” erwartet.

“Es ist ein Heimspiel, das wir gewinnen müssen. Tirol wird sicher nicht auf Teufel komm raus stürmen”, meinte Foda. Dabei helfen den Innsbruckern im Kampf um den Klassenerhalt in Wahrheit nur Siege. “Abgestiegen ist noch lange niemand. Das kann sich noch alles am letzten Spieltag entscheiden”, sagte Foda. “In dieser verrückten Saison ist schon sehr viel passiert.”

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