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Natschläger gestorben: Tiefe Betroffenheit

Tief betroffen über das Ableben des Wiener ÖVP-Bezirkspolitikers Gottfried Natschläger nach einer Attacke zweier Jugendlicher zeigten sich am Samstag in Aussendungen Politiker von ÖVP, FPÖ und BZÖ.

Sie nahmen den tragischen Vorfall auch zum Anlass, um “null Toleranz” bei solchen Gewaltverbrechen zu fordern.

“Unsere Gesinnungsgemeinschaft verliert einen überzeugten christlich-sozialen Politiker, dessen ganzes Engagement seinen Mitmenschen galt”, würdigten der Wiener ÖVP-Landesparteichef Johannes Hahn und Klubobmann Matthias Tschirf in einer Aussendung den Verstorbenen. Seitens der Währinger ÖVP zeigten sich Parteiobmann Johannes Prochaska und Bezirksvorsteher Karl Homole “tief erschüttert”. Natschläger sei als exzellenter Fachmann in Finanzfragen “eigentlich die Seele des Bezirksbudgets” gewesen.

ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon würdigte Natschläger als “angesehenen und verdienten Politiker”. Er plädierte – wie auch ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer – für “null Toleranz gegenüber jugendlichen Gewalttätern”: “Wir müssen einschreiten, wir müssen hinschauen und dürfen nicht die Augen davor verschließen”, meinte Missethon und erinnerte an seinen jüngsten Besuch in einem deutschen “Box-Camp”.

Er halte nichts davon, Jugendliche in “Box-Camps” zu stecken, in der Hoffnung, dass danach alles gut sein, erklärte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Aber es müsse überlegt werden, ob die “derzeitig liberale Strafjustiz” für Jugendliche der richtige Weg sei. Im Fall Natschläger forderte er die “volle Härte der Justiz”. Den Tätern müsse klar gemacht werden, dass es keinerlei Toleranz bei derart widerwärtigen Gewalttaten gebe, meinte Strache – der in einer Aussendung auch sein “tief empfundenes Beileid” ausdrückte.

“Natschläger war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und hat dies mit seinem Leben bezahlt”, meinte BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz. Jetzt sei die Justiz gefordert, “ein deutliches Zeichen zu setzen und ein Exempel zu statuieren, um zu zeigen, dass Gewaltverbrecher in Österreich keine Toleranz zu erwarten haben”.

Erschüttert zeigte sich am Samstag auch der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl in einer Aussendung. Es falle besonders schwer, die richtigen Worte der Trauer und des Trostes für die Hinterbliebenen zu finden, wenn jemand wie in diesem tragischen Fall zufälliges Opfer sinnloser Gewalt geworden ist, sagte der Wiener SPÖ-Chef.

“Tief betroffen” vom Tod des Natschlägers nach der Attacke zweier Jugendlicher waren auch der Wiener SP-Klubchef Christian Oxonitsch und der Chef der SPÖ-Währing Fritz Strobl. Sie würdigten den Verstorbenen als “engagierten, beliebten Bezirkspolitiker”. Er werde dem Bezirk und den Menschen fehlen.

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