Naschmarkt News: Man kann wieder genießen beim Terrassinger!

Vor zwei Jahrzehnten trank ich hier in der untergehenden Sonne meine Schneider–Weiße, ein feines Hefe-Weizen aus Bayern.

Die Vergangenheit holt mich immer wieder ein und bricht somit alte Wunden auf, aber auch feine Erinnerungen schwingen im Klangbild der Trompete von Miles Davis mit.
Jetzt ist es ein Restaurant geworden, keine „Saufhütte” mehr: Gut Essen statt schlecht Trinken wurde ausgerufen! Die Erinnerungen blieben, werden aber immer wieder durch die neue Frische und Sauberkeit gestört, sowie durchs Angebot auf dieser Sonnenterrasse mitten in Wien.
Der Klassiker am Wiener Naschmarkt mit großer Terrasse, wo der blaue Himmel zu Hause ist, wurde stilsicher umgebaut. Anfang Mai bekommt die große Terrassenfläche ein Facelifting der grünen Art, das i”ss”t doch was, meint ihr max von merlot!  Der Plan ist ja schon nach einigen Wochen aufgegangen und der gefällt, Feinschmeckern genauso wie dem Künstlerpublikum Wiens, Berlins und der ganzen kleinen Welt.

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Neuer Patron, Herr Andreas darf man ihn rufen,  präsentiert sich umgänglich und herzhaft und eine gewisse Umtriebigkeit ist positiv zu bemerken. Begleitet wir er  gleich von zwei Köchen: Arthur „der Feine” und Andreas „der Wilde” sind verantwortlich für die Speisefolgen einer „hochwertigen Marinaküche des Mittelmeers”. Genussfolgespagat zwischen einer Bretonischen Fischsuppe € 5,60, gleich zweierlei vom Rucolarisotto zu € 7,80, nicht zu vergessen das feine Zwischengericht: ein Grana der sich braten ließ, an Feigensenf mit gut gerührter Balsamicoglacé ( € 5,90).
Selbstredend sind alle Zutaten aus dem großen Genussmeer (Wiener Naschmarkt),  das ja gleich am Anfang der Terrasse beginnt. So gut und so frisch können sie vielleicht auf zwei Adressen des Marktes speisen, wie hier am Terrassinger, meint ihr Gastronaut max von merlot.


Noch immer hatte ich den Geschmack der cremigen Suppe von Mandeln mit einem kleinen Gröstl von Garnelen zu € 5,30 beim Schreiben jener Zeilen am Gaumen.  Die Risotti, vier an der Zahl, waren großartig gerührt, das mit Oliven, Schafkäse und Pancetta Chips mundete mit sehr gut.
Weiter ein kleiner Auszug der Speisefolgeauflistung des „Terrassingers”: Salat mit gegrillten Fetakäse und einem grünen Pesto aus Rucula zu gesunden € 6,40.

Der portugiesischer Fischklassiker ist unbedingt zu empfehlen: Kabeljau im Erdäpfel–Caldeirada–Sud zu € 13,60, Doradenfilet unterlegt von geschmolzenen Paradeiser sowie eine Fusion zwischen Bananen und Ananas klein geschnitten und einem wilden Lachs zu € 17,80.
Patron und Feintrinker Andres Lehner und der „Terrassinger Neu” sind mit Sicherheit die beste Naschmarktnachricht des Jahres, da sich ja seit 3 Jahren (seit dem das Eng vom Gastrosophen sperrte) nichts am gehobenen Genusshimmel über dem Wienfluss getan hat.

Fazit: Endlich Feines aus dem Süden, tolle Musik, ein lang gezogener Sonnenuntergang der sich sehen lässt, ein Wirt der sogar Gläser zu den Getränken serviert, (ja, das war früher nicht möglich, sie waren alle sehr verschmiert). Klug zusammengestellte Getränkekarte mit vielen neuen Namen aus der Weinwelt, dafür gebührt ein großes Lob für Mut und Fachwissen. Unter dem Motto:” Haben sie Wien schon bei Sonnenuntergang erlebt?”  Nein, dann auf zum Terrassinger, ein weiteres Genussstück: Wien „isst” anders, ist Ihnen sicher.
Reservierungen wären von Vorteil und am Sonntag beim Brunch (großes naturbelassene Buffett unter blauen Himmel) sicherlich die Garantie einen Platz an der Sonne zu ergattern!

Terrassinger
Rechte Wienzeile 25-27
1040 Wien
www.terrassinger.at

Text & Bilder: max von merlot

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