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Nächste Coronavirus-Erkrankung in Wien

Ein weiterer Coronavirus-Fall ist in Wien aufgetreten.
Ein weiterer Coronavirus-Fall ist in Wien aufgetreten. ©APA/HANS PUNZ (Sujet)
In Wien erkrankte eine weitere Person am Coronavirus. Die Frau wandte sich selbst an den Ärztefunkdienst, wo er sich angesteckt hat, ist unklar.
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In Österreich sind bis Montagvormittag 16 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. Der jüngste Fall betrifft Wien, sagte Brigitte Zarfl, Präsidial-Sektionschefin im Gesundheitsministerium, bei einem Pressegespräch in Wien. Ein weiterer Fall wurde am Montag aus Salzburg gemeldet.

Coronavirus: Weitere Erkrankung in Wien bestätigt

Beim neunten offiziell bestätigten Corona-Fall in Wien handelt es sich um eine Angehörige eines aus dem Bezirk Korneuburg stammenden Ehepaars, das sich mit dem Sars-CoV-2-Erreger angesteckt hat und das bereits seit mehreren Tagen in Behandlung steht. Wie der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) am Montag mitteilte, hatte die Frau den Ärztefunkdienst kontaktiert, als sich bei ihr Symptome zeigten. Die Patientin zeige einen "milden Krankheitsverlauf" und sei daher in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Damit gab es bis zum Vormittag neun bestätigte Fälle in Wien, zwei in Tirol, zwei in Niederösterreich, zwei in Salzburg sowie einen in der Steiermark. Ein weiterer Fall ist laut Behörden in der Endabklärung.

Bislang keine Todesfälle, aber 72-Jähriger auf Intensivstation

Bisher seien in Österreich keine Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 aufgetreten. Der überwiegende Teil der Infektionen nehme einen leichten Verlauf, als schwer gelte hingegen die Erkrankung eines 72-jährigen Patienten, der seit geraumer Zeit im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital auf der Intensivstation behandelt wird, berichtete Zarfl. Gerüchte, denen zufolge sich inzwischen auch Mitarbeiter seiner Kanzlei in Quarantäne befänden, trat der KAV entgegen. Die Kanzlei sei "nicht im Gefährdungsradius", alle Mitarbeiter seien negativ getestet worden und würden auch aktuell keine Symptome zeigen, hieß es auf APA-Anfrage. Wo sich der Anwalt angesteckt hat, war am Montag weiterhin unklar, der Mann selbst ist nicht ansprechbar.

Für die über das Wochenende angelaufene Informationskampagne der Behörden zur Aufklärung der Bevölkerung ortete Zarfl großen Zuspruch. Das zeige sich auch in der gesteigerten Anruferfrequenz bei den beiden Hotlines. Wer Coronavirus-Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll sich an die Telefonnummer 1450 wenden. Dort gab es am Wochenende täglich "rund 2.000 Anrufe". Parallel dazu gibt es die Informations-Hotline der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter der Telefonnummer 0800 555 621, diese wird durch Mitarbeiter des Innenministeriums verstärkt. Auch hier gab es am Wochenende täglich rund 2.000 Anrufer.

Heimquarantäne: Derzeit rund 350 "abgesondert"

Nach Angaben des stv. Direktors für die öffentliche Sicherheit, Franz Lang, sind derzeit rund 350 Menschen auf behördliche Anordnung "abgesondert". Das betreffe Menschen, die in engem Kontakt mit Personen mit bestätigter SARS-CoV-S-Infektion gewesen seien, die selbst aber nicht notwendigerweise angesteckt wurden. In den allermeisten Fällen befinden sie sich in Heimquarantäne, die in verschiedenster Weise polizeilich überwacht werde. Generell seien die Betroffenen aber "sehr, sehr kooperativ", sagte Lang. Auch die "Selbstversorgung" mit Hilfe des Umfelds laufe sehr gut, es habe noch keiner behördlichen Unterstützung bedurft, wiewohl diese vorbereitet gewesen wäre. Am Nachmittag könnten weiters neue Informationen bezüglich des Reiseverkehrs nach und von stark betroffenen Ländern veröffentlicht werden, kündige Lang an.

Zweiter Fall im Bundesland Salzburg bestätigt

Im Bundesland Salzburg gibt es seit Montag den zweiten bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Auch beim Lebensgefährten der Frau in Fusch an der Glocknerstraße (Pinzgau), die am vergangenen Donnerstag erkrankt ist, wurde das Virus festgestellt, teilte das Land am Vormittag in einer knappen Aussendung mit.

Die 36-jährige Wienerin dürfte sich am vorletzten Wochenende während eines Aufenthalts im norditalienischen Turin infiziert haben. Sie reiste am Mittwoch mit dem Zug von Wien aus zu ihrem Lebensgefährten in die kleine Pinzgauer Gemeinde. Am Donnerstag traten die ersten Symptome auf, die nach Angaben von Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz einem grippalen Infekt ähneln. Die Wienerin handelte vorbildhaft und suchte weder Arzt noch Spitalsambulanz auf, sondern meldete sich telefonisch. Am Freitag kam eine Ärztin des Tauernklinikums und testete die Patientin, am Samstag lag das positive Ergebnis vor.

Die Frau, ihr Partner und zwei weitere Angehörige befinden sich seither in häuslicher Quarantäne. Nun ist auch der Lebensgefährte erkrankt und positiv getestet. Laut Juhasz hatte die Frau zuvor weder in Wien noch während der Bahnfahrt direkten Kontakt mit anderen Menschen. Die Familie in Fusch wird während der Isolation im Haus seitens der Gemeinde versorgt.

Die 36-jährige Wienerin ist Mitarbeiterin eines Partnerforschungsinstituts der Universität für Bodenkultur. Die BOKU teilte am Abend auf Anfrage mit, dass sich alle Menschen dieses Instituts in der Zeit, in der die Frau ansteckend war (ab 24 Stunden vor Ausbruch der Krankheit), in Quarantäne befinden und getestet wurden. Die Ergebnisse stehen laut der Uni noch aus. Die 36-Jährige selbst sei auf dem Weg der Besserung.

Die BOKU betonte, dass Angehörige der Universität nicht gefährdet seien. "Wir sind jedem einzelnen Kontakt mit der infizierten Person minutiös und akribisch nachgegangen. Die Überprüfung ergab, dass alle Kontakte zwischen 50 und 72 Stunden vor Ausbruch der Krankheit und damit außerhalb der Ansteckungsgefahr stattfanden", teilte die Uni mit. Man stehe weiterhin in engem Kontakt mit der Gesundheitsbehörde.

Schnelltests für Coronavirus in Arbeit

Bisher gab es 2.120 Testungen in Österreich. Die dafür erforderlichen Labor-Kapazitäten sollen weiter erhöht werden. In Wien wird "an der 24-Stunden-Verfügbarkeit des Labors der AGES gearbeitet", sagte Zarfl. Die "effektive Laborzeit" für Coronavirus-Tests betrage aktuell vier Stunden. Es werde aber weltweit daran gearbeitet, dass schnellere Untersuchungen zur Verfügung stehen. Diese könnten bald in Serienreife gehen, "wir rechnen damit in zwei Wochen". Diese Tests sollen dann "innerhalb einer Stunde oder noch kürzer" Ergebnisse liefern, erklärte die Expertin.

Grazer Polizeiinspektion nach Coronavirus-Verdacht gesperrt

In Salzburg wurden 18 Mitarbeiter zweier Hotels in häusliche Quarantäne geschickt. Zuvor war bekannt geworden, dass sich ein mittlerweile erkrankter Mann aus Deutschland von 26. bis 28. Februar in den beiden Häusern aufgehalten hatte.

In Graz wurde die Polizeiinspektion Jakomini in der Conrad-von-Hötzendorfstraße vorübergehend teilweise gesperrt, nachdem ein Mann mit Verdacht auf Coronavirus dort vorstellig geworden war. Die Örtlichkeit wurde desinfiziert. Im Grazer Straflandesgericht soll ab Montagnachmittag bei den Eingangskontrollen Fieber gemessen werden, um zu verhindern, dass Besucher Insassen infizieren.

(APA/Red)

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