Nach Verfolgungsjagd: Mieter fühlten sich öfters belästigt

Hausverwaltung und Gesundheitsamt haben nicht zum ersten Mal bei jenem Mann in Wien-Favoriten nachschaugehalten, der sich am gleichen Tag eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte.

Vor zwei Jahren hatten die Behörden dem 48-Jährigen wegen Geruch- und Lärmbelästigung erstmals besucht. “Damals hat man mit ihm normal reden können”, sagte Hanno Csisinko, Sprecher von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S). Die gestrige Kontrolle war angekündigt. Warum der Mann ausgerastet ist, war am Freitag weiterhin unklar.

Immer wieder habe es über den Mann, der seit dem Jahr 2000 in dem Gemeindebau in der Van-der-Nüll-Gasse 82-86 wohnt, Beschwerden gegeben. “Es war aber nicht so, dass es täglich oder wöchentlich vorkam”, meinte Csisinko. Bei dem Besuch vor zwei Jahren ist es um “sanitäre Übelstände”, also Gestank, und um Lärmbelästigung gegangen. Die Mieter haben sich eingeschränkt gefühlt durch den 48-Jährigen, der auch immer wieder aggressiv wurde. “Damals hat es Gespräche zwischen ‘Wiener Wohnen’ und dem Mann gegeben. In der Wohnung wurde einiges an Unrat gefunden, aber keine verwesten Tiere oder so”, schilderte der Sprecher.

Die Situation habe sich daraufhin auch beruhigt. Der Mann sei einsichtig gewesen. Beschwerden habe es vereinzelt immer wieder gegeben.

Der aktuellen Überprüfung seien neben sanitärer Missstände auch mysteriöse Zetteln vorausgegangen, die im Wohnhaus aufgehängt worden waren. Darauf war “Spenden bitte hier abgeben” mit Verweis auf die Wohnung des betroffenen Mannes, zu lesen. “Die Bewohner fühlten sich durch sein Auftreten eingeschränkt”, so Csisinko.

 

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