Nach Traumtor träumt Bazina von einer besseren Rapid-Zukunft

Die Freude von Mario Bazina nach seinem Traumtor am Samstag in Pasching war riesengroß. Verständlich, war es doch erst sein drittes in 27 Bundesligaspielen für den SK Rapid, dem er immerhin seit Jänner 2006 angehört.

Mit dem entscheidenden Tor sicherte er den Hütteldorfern den wichtigen 1:0-Erfolg in Oberösterreich.

Dass er nach dem Treffer zu Peter Pacult lief, war gleichfalls nachvollziehbar. Der 31-jährige Kroate wollte sich für das Vertrauen bedanken, das ihm sein Trainer immer wieder trotz vieler enttäuschender, bestenfalls mittelmäßiger Leistungen geschenkt hat. Denn nicht wenige der Rapid-Fans hatten die Vorstellungen von Bazina schon wiederholt mit Unmutsäußerungen quittiert.

„Gott sei Dank habe ich getroffen, wie ich es auch so wollte“, meinte Bazina nach seinem Kunstschuss aus 18 Metern in die linke Ecke, nachdem er sich den Ball zweimal aufgegaberlt hatte. „Dieses Traumtor vergönne ich ihm von Herzen, damit hat er sich viele Sympathien zurückgeholt“, kommentierte Pacult ebenfalls hocherfreut das tolle Ereignis aus Sicht des Rekordmeisters, für den das 1:0 der fünfte Sieg in den jüngsten sechs Runden und damit der Vorstoß auf Rang fünf der Tabelle war.

13 Punkte trennten die Hütteldorfer als Schlusslicht nach 19 Runden von Rang zwei der Tabelle (Spitzenreiter Salzburg war sogar schon 23 Zähler enteilt), immerhin elf waren es zu Beginn der Winterpause, derzeit sind es nur noch sechs auf Mattersburg und drei auf die drittplatzierten Paschinger, die gegen „Grün-Weiߓ in zehn Bundesliga-Heimspielen bei sieben Siegen und einem Remis erst zum zweiten Mal verloren.

Gegen die Mattersburger hatte Mario Bazina am 18. Februar 2006 im Ernst-Happel-Stadion gleich in seinem ersten Spiel für Rapid den Treffer zum 2:0-Endstand geschossen, den er – da er sein Trikot auszog – gleich mit einer gelb-roten Karte büßte. Es sollte sein einziges Tor für Rapid in der Saison 05/06 bleiben. Das zweite gelang ihm erst wieder beim 4:1 gegen Sturm am 23. Juli des Vorjahres mit dem Kopf, ehe er nun in Pasching zuschlug.

Beim GAK, von dem er im Sommer 2001 verpflichtet worden war, schaffte Bazina insgesamt 43 Bundesliga-Tore, im ÖFB-Cup gelangen ihm drei Treffer, im Europacup zehn. Der in Bosnien-Herzegowina geborene Kroate war von den Grazern, mit denen er u.a. auch Meister (2004) und zwei Mal Cupsieger (2002,2004) geworden war, als Nachfolger des nach Salzburg gewechselten Andreas Ivanschitz nach Hütteldorf gekommen.

Mit der Würde „Fußballer des Jahres 2005“ im Gepäck, zu dem ihm die Oberhaus-Trainer gewählt hatten. Dieser Stellung wurde Mario Bazina jedoch im Rapid-Dress bisher nicht gerecht. Vielleicht öffnet ihm aber nun sein Traumtor wieder den Weg in eine bessere Zukunft, einen UEFA-Cup-Rang hat er mit dem Rekordmeister jedenfalls schon im Visier.

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