Nach Sölden-Flop verzichtet Raich auf EM-Start

So richtig zufrieden waren weder Raich noch Giger
So richtig zufrieden waren weder Raich noch Giger ©APA (Jäger)
Sölden 2009 war wieder einmal der perfekte Saisonstart in den Skiwinter. Wenn auch für die ÖSV-Teams mit einigen "Schönheitsfehlern". Die schwere Verletzung und das Saison-Ende für Nicole Hosp sowie das magere Abschneiden der in Sölden seit bereits vier Jahren sieglosen Herren hinterließen einen bitteren Geschmack bei den 24.000 Fans. Dass Benjamin Raich als Fünfter bester ÖSV-Fahrer war, sagte alles.

Erste Konsequenz: Der Tiroler verzichtet auf einen Start beim Europameisterschafts-Slalom in Frankreich.

“Bennis Saisonziele sind der Gesamtweltcup und Olympia. Dafür heißt es haushalten und sich die Zeit gut einzuteilen”, erklärte Herrenchef Toni Giger den Verzicht Raichs auf die erste Hallen-EM am 7. November. Der Pitztaler, der auch beim zehnten Versuch in Sölden keinen Podestplatz schaffte, wird diese Woche mit der Mannschaft in Sölden trainieren sowie Super-G- und Slalom-Zeitläufe absolvieren.

Die ÖSV-Teams übten nach dem Renn-Wochenende schon am Nationalfeiertag wieder auf dem Rettenbachgletscher und Giger konnte sich dabei einen Seufzer nicht verkneifen. Denn am Montag präsentierte sich der – exklusiv zur Verfügung stehende – Rennhang bei minus 7 Grad knüppelhart und eisig.

“Wir haben diesmal nur streckenweise gezeigt, was wir können”, bilanzierte Giger die böse Abfuhr seiner Herren. “Es ärgert uns wirklich, dass wir hier seit Jahren nicht mehr auf’s Stockerl kommen, weil wir ja auch den Fans etwas bieten wollen”, gab der Salzburger unumwunden zu.

Raich kann zumindest in einer Beziehung ruhigbleiben, denn sein vermutlicher Weltcup-Hauptkonkurrent Aksel Lund Svindal fiel in Sölden aus. Der Norweger hatte wegen seiner im Training erlittenen Beinverletzung schon vor dem Auftaktrennen pausiert und muss nun erneut einige skifreie Tage einlegen.

  • VIENNA.AT
  • Wintersport
  • Nach Sölden-Flop verzichtet Raich auf EM-Start
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen