Nach Schüssen in BH: Beamter noch immer in Lebensgefahr

Der Leiter der Forstabteilung ringt nach wie vor mit dem Tod.
Der Leiter der Forstabteilung ringt nach wie vor mit dem Tod. ©APA
Der 60-jährige Leiter der Forstabteilung, der vor rund zwei Wochen auf der BH Wien-Umgebung in Klosterneuburg niedergeschossen wurde ist nach wie vor im künstlichen Tiefschlaf. Er ringt noch immer mit dem Tod.
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Zuletzt hätten sich neue Komplikationen mit der Niere des Opfers ergeben, so Bezirkshauptmann Wolfgang Straub. Aufwecken werde man ihn erst können, wenn man sicher sei, dass der Kreislauf und die Organfunktionen soweit stabil seien. Die Ärzte seien aber nach wie vor optimistisch.

Fuchs hatte den Abteilungsleiter mehrfach mit Projektilen getroffen

Der 60-jährige Abteilungsleiter war am 22. März in seinem Büro in der Klosterneuburger Behörde von Fuchs niedergeschossen worden. Der Täter hatte laut Polizei mindestens zehn Schüsse abgegeben und den Mann auch mehrfach getroffen. Dann nahm er eine 52-jährige Mitarbeiterin als Geisel und hielt die Frau sechs Stunden lang in seiner Gewalt. Nachdem sie unverletzt befreit worden war, beging Fuchs Selbstmord. Grund für die Tat in Klosterneuburg war ein jahrelanger Streit mit der Behörde um illegale Aufschüttungen auf dem Grundstück des Mannes, in Folge dessen auch seine Pferde versteigert und von einem Verein versorgt werden hätten sollen.

Beamte kehren langsam zur Normalität zurück

Jener 52-jährigen Mitarbeiterin, die Fuchs nach der Schussabgabe für mehrere Stunden als Geisel genommen hatte, gehe es nicht sehr gut, sie werde weiterhin psychologisch betreut, erzählte der Bezirkshauptmann. Sie habe die Arbeit aber – zumindest teilweise – wieder aufgenommen, um sich abzulenken. Am heutigen Montag seien zum ersten Mal alle direkt Betroffenen – mit Ausnahme des Schussopfers – wieder im Dienst. Ihre Büros wurden fürs erste in einen anderen Teil des Gebäudes verlegt. “Die Stimmung in der Bezirkshauptmannschaft ist nach wie vor getrübt und verängstigt”, sagte Straub. Es werde sicher noch einige Zeit dauern, bis der Vorfall aufgearbeitet sei.

Thema Sicherheit wird großgeschrieben

Das Thema Sicherheitsmaßnahmen in der Behörde “wird sehr intensiv angegangen”, allerdings in St. Pölten bei der Landesregierung – solche Vorfälle könne es schließlich überall geben, nicht nur in Klosterneuburg. Man wolle erst den Ist-Zustand evaluieren und dann Verbesserungsmaßnahmen überlegen, erläuterte Bezirkshauptmann Straub.

(apa/red)

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