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Nach Schießerei: Zwei der Täter weiter in Lebensgefahr

Nach Schießerei: Polizei ermittelt auf Hochtouren
Nach Schießerei: Polizei ermittelt auf Hochtouren ©APA
Die Polizei ermittelt nach der Schießerei in dem indischen Sikh-Gebetshaus in Wien-Rudolfsheim auf Hochtouren - genaue Erkenntnisse gibt es noch nicht.

Genaue Erkenntnisse über die Motive der Bluttat, die ein Todesopfer und fünf Schwerverletzte gefordert hat, gibt es noch nicht. Zwei der sechs Angreifer schwebten laut Polizei nach wie vor in Lebensgefahr, ihr momentaner Zustand sei aber stabil. Beide Männer traf ein Schuss in den Kopf.

Der bei einer Feier attackierte Prediger Sant Niranjan Dass (68) aus Indien befindet sich nach einem Bauch- und einem Hüftknochensteckschuss derzeit nicht mehr in akuter Lebensgefahr, auch sein Zustand ist stabil, sagte Polizeisprecher Michael Takacs. Sein Begleiter, der Prediger Sant Rama Anand (andere Schreibweise Nand), starb am Montag kurz nach Mitternacht an einem Bauch- und Rückenschuss. Aufgrund seines Schockzustandes sei er nach einer positiv verlaufenen Operation kollabiert und konnte nicht mehr gerettet werden.

Neben den lebensgefährlich verletzten Tätern, werden zwei Verdächtige laut Polizei im Spital noch auf der Intensivstation versorgt, sind aber bereits über dem Berg. Zwei weitere Attentäter – der 45-jährige Tarsem S. sowie der 28-jährige Satwinder S. – wurden mit leichten Verletzungen in U-Haft genommen. Ihre Einvernahme sei nur mittels Dolmetschern möglich und gestalte sich mühsam, so Takacs.

Über einen Zusammenhang zu einem Sikh-Tempel in Wien-Donaustadt, der sich gegenüber der APA zunächst nicht äußern wollte, gebe es nach wie vor “nur Spekulationen”. Laut Zeugen gab es angeblich Konflikte mit dem Sikh-Haus in Rudolfsheim. Die Täter dürfte nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht extra für die Feier aus Indien angereist sein.

Offiziell gibt es nach wie vor 16 Verletzte, bei den fünf Schwerverletzten handelt es sich um vier Täter und den Prediger. Die Angreifer wurden von den 150 Gebetshausbesucher, die traditionell Dolche tragen, übel zugerichtet. Nach wie vor geht die Polizei von weiteren verletzten Gläubigen aus, die nach der brutalen Auseinandersetzung aus dem Tempel liefen und sich selbst um die Versorgung ihrer Wunden kümmerten. Die Gebetshäuser in Rudolfsheim und Brigittenau sowie die Verletzten stehen unter polizeilicher Überwachung. Diese Sicherheitsmaßnahme sei Routine, so Takacs.

Am Sonntag kurz nach 13.00 Uhr waren während der Predigt in dem Gebetshaus der Sikh-Strömung Shri Guru Ravidas sechs Männer plötzlich aufgestanden und mit Messern sowie einer Pistole auf die beiden Gast-Prediger losgegangen. Einige Menschen im Hauptgebetsraum griffen daraufhin in Notwehr die Attentäter an, der Großteil rannte in Panik ins Freie. Nach Angaben des indischen Internetdiensts “Punjab Newsline” kam es zu der Schießerei, weil dem Prediger Sant Niranjan Dass und seinen Anhängern sogenannte Siropas (Schals) überreicht wurden, was bei den Sikhs als besondere Ehrerbietung gilt. In Indien kam es zu Ausschreitungen. Anschuldigung der Glaubensgemeinschaft, man habe die Polizei um Schutz vergeblich, wies die Exekutive zurück.

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Bilder vom Tatort: Wien: Schießerei in indischem Tempel | Video: Sikh-Schießerei in Wien 15 Video
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