Nach Mord vor Lokal: Motiv rätselhaft

Wenig Aufschlüsse gibt es bisher für die Wiener Polizei nach dem Mord vor einem Lokal in Brigittenau vom Sonntag: Der schwer verletzte Geschäftsführer kannte offenbar den Täter nicht - das bisher gesichtete Videomaterial ist nicht brauchbar.

Der schwer verletzte 44-jährige Geschäftsführer, der von zwei Projektilen getroffen worden war, kannte offenbar den Täter nicht. Es sei auch alles sehr schnell gegangen, niemand habe damit gerechnet, dass der Unbekannte plötzlich zu feuern beginnt, sagte das Opfer den Ermittlern.

Es sei eine “sehr kurze” Befragung des 44-Jährigen gewesen, mehr wäre derzeit einfach noch nicht möglich, berichtete ein Polizeisprecher am Dienstag der APA. Fest stehe lediglich, dass der Täter aus unmittelbarer Nähe geschossen hatte. Gleich neben den Opfern stand auch jener Zeuge, dem ein weiterer Schuss galt. Er konnte jedoch rechtzeitig hinter einem parkenden Auto in Deckung gehen.

Die Befragungen der rund 100 Club-Gäste dauere noch an, ebenso wie die Sichtung des Videomaterials aus den Überwachungskameras. Bis dato seien die Bilder aber “kriminalpolizeilich nicht verwertbar”, sprich: Man erkennt darauf nichts.

Welches Motiv hinter der Bluttat steckt, darüber rätseln die Ermittler nach wie vor. Gesucht wird jedenfalls ein Mann, der zwischen 30 und 40 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß sein soll. Er hat kurz geschorene, schwarze Haare und ist von kräftiger Statur.

Kurz nach den Schüssen soll der Täter die Waffe einer rund 25-jährigen, 1,70 Meter großen Frau mit dunkelblonden, schulterlangen Haaren übergeben haben. Jener Zeuge, der diesen Vorgang beobachtet hatte, kassierte vom Flüchtenden noch einen Faustschlag in den Bauch.

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