Nach Brandanschlag auf Prostituierte: Opfer wird aus Spital entlassen

©bilderbox.at (Symbolbild)
Die bei einem Brandanschlag lebensgefährlich verletzte Prostituierte Florentina M. kann nach mehr als einem Monat das Spital verlassen. Die junge Frau, deren Haut zu 20 Prozent verbrannt ist, vor allem an Kopf und Oberkörper, muss vermutlich noch zahlreiche Nachbehandlungen in Anspruch nehmen. Bei der Polizei wird gemeinsam mit Florentina M. über Schutzmöglichkeiten beraten.
Hauptverdächtiger nicht geständig
Polizei schnappt "Cretu" in Wien

Die 35-Jährige könnte den in Haft sitzenden, aber nicht geständigen Hauptverdächtigen – “Cretu” alias Bogdan Adrian N. (29) – mit ihrer Aussage massiv belasten. Angenommen wird bisher, dass der mutmaßliche Zuhälter von der Prostituierten Standplatz-Gebühren verlangte, die sie nicht bezahlen wollte. Aus diesem Grund soll “Cretu” die Frau in der Nacht auf 16. Mai im Lokal “Fantastic” in der Laxenburger Straße 109 mit brennbarer Flüssigkeit überschüttet und angezündet haben. Sein am 8. Juni in den Niederlanden festgenommener Cousin und weiterer in Haft sitzender Komplize sollen ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen sein.

Florentina M. wird derzeit von Rechtsberatern und Psychologen unterstützt, hieß es am Montag bei der Polizei. Gemeinsam mit der 35-Jährigen überlege man Schutzmöglichkeiten. Da “Cretu” den Angriff auf Florentina M. leugnet, wartet die Polizei nun auf die Aussagen seines Cousins, der noch nach Österreich überstellt werden muss. Aus kriminaltaktischen Gründen gibt die Polizei bis dahin keine weiteren Details zu dem Fall bekannt. Offen ist unter anderem die Rolle einer ungarischen Prostituierten, in deren Wohnung im Bezirk Alsergrund “Cretu” sowie der ebenfalls in Österreich verhaftete Komplize bis zur Festnahme am 16. Juni Unterschlupf fanden.

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