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Nach Anschlag: Eltern und Lehrer sollen mit Kindern über Gefühle sprechen

Mit den Kindern soll altersgemäß über die Geschnisse gesprochen werden.
Mit den Kindern soll altersgemäß über die Geschnisse gesprochen werden. ©pixabay.com (Sujet)
Der Anschlag in Wien kann auch bei Kindern, die von den Geschehnissen nicht unmittelbar betroffen waren, Traumatisierungen auslösen. Deshalb ist wes wichtig mit ihnen über ihre Gefühle zu sprechen.
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Die Berichte von unerwarteter Gewalt in ihrer unmittelbaren Nähe und von Menschen in Panik könnten auch bei Kindern und Jugendlichen, die nicht direkt vom Anschlag in Wien betroffen waren, zu traumatischen Erfahrungen führen. Die Wiener Schulpsychologie empfiehlt Lehrern und Eltern deshalb, Schüler altersgemäß über die Geschehnisse zu informieren und auch über ihre Gefühle zu sprechen, damit diese nicht "'unterirdisch weiterarbeiten'".

Belastung nicht unterschätzen - aber auch nicht überschätzen

Traumatische Erfahrungen könnten abhängig von der persönlichen Befindlichkeit der Kinder und Jugendlichen weitreichende Folgen haben - von Konzentrations- und Schlafstörungen bis zu vegetativen Störungen, heißt es auf der Homepage der Schulpsychologie. Dort wird aber gleichzeitig betont, dass Belastungen nach einer medial vermittelten Katastrophe nicht an jene nach einer direkt erlebten Katastrophe heranreichen. "Es gilt daher, die Belastungssituation nicht zu unterschätzen, aber auch nicht aufzuheizen." Besonders wichtig seien die Erklärungen, wenn Kinder sich plötzlich anders benehmen und etwa unruhig, überregt oder apathisch und verstummt sind.

Sprache der Kinder sprechen

Bei Kindergartenkindern empfehlen die Experten, den Kindern zu vermitteln, dass die negative Stimmung der Eltern nicht mit ihnen zusammenhängt, damit sie diese nicht auf sich beziehen. "Dies entlastet die Kinder merklich." Volksschülern solle man in einer Sprache, die die Kinder verstehen, erklären, was passiert ist und neben den negativen Informationen auch erklären, dass viel Positives zur Bewältigung der Katastrophe getan werde. Die Kinder von Medien fernzuhalten habe keinen Sinn. "Man kann und soll die Welt nicht verstecken, sondern bearbeiten."

Bei älteren Schülern sei es wichtig, dass Gefühle von Hilflosigkeit, Haltlosigkeit und Hoffnungslosigkeit nicht ausufern. Dazu sollen Lehrer und Eltern vermitteln, was zur Vermeidung derartiger Ereignisse unternommen wird, auf Hilfsaktionen und Solidaritätsadressen anderer Länder verweisen und darauf hinweisen, dass es in der Menschheitsgeschichte immer wieder Katastrophen gegeben hat und die Menschen immer einen Weg aus der Krise gefunden haben.

(APA/Red)

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