Nach Amoklauf in Heidelberg: Wiener Waffenhändler im Visier der Justiz

Eine der Waffen, die am Tatort des Amoklaufs in Heidelberg gefunden und untersucht wurden
Eine der Waffen, die am Tatort des Amoklaufs in Heidelberg gefunden und untersucht wurden ©APA/dpa/Sebastian Gollnow
Jene Waffenhändler aus Österreich, die den Schützen des Amoklaufs an der Universität Heidelberg mit einer Toten und mehreren Verletzten bedient hatten, sind im Visier der deutschen Justiz.
Täter kaufte Waffen in Wien
18-Jähriger erwarb drei Langwaffen

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Polizei gaben zum Abschluss des Todesermittlungsverfahrens bekannt, dass gegen die beiden förmliche Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Von ihnen stammten die zwei Langwaffen, die der Student zu seiner Tat mitgebracht hatte.

Wiener Waffengeschäft mit Vorwürfen konfrontiert

Die Ermittler sehen einen strafrechtlichen Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Inhaber des Wiener Waffengeschäfts und seinen Mitarbeiter. Der Student hatte aber ohne Mittäter oder Mitwisser diese Waffen zur Tat am 24. Jänner gebracht.

Ermittler: Amokschütze von Heidelberg fühlte sich gekränkt

Der Schütze hat sich womöglich mit seiner Tat für eine vermeintlich erlittene Kränkung rächen wollen. Mit völliger Sicherheit lasse sich das Motiv aber nicht klären, teilten die Behörden mit.

Bis zuletzt hätten sich keine belastbaren Anhaltspunkte für ein politisches, namentlich rechtsradikales Tatmotiv des 18-Jährigen ergeben, der sich nach den tödlichen Schüssen auf eine 23-jährige Studentin selbst erschossen hatte. Es wurden auch acht weitere Studierende verletzt - mehr als bisher bekannt.

(APA/Red)

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