Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Mutter von Wiener IS-Anhängerin: "Sie ist der Liebe gefolgt"

Die damals 16-Jährige sei ihrem Freund gefolgt und will nun wieder zurück nach Österreich.
Die damals 16-Jährige sei ihrem Freund gefolgt und will nun wieder zurück nach Österreich. ©APA/DPA/BORIS ROESSLER
Eine Wienerin, die vor vier Jahren ihrem Freund gefolgt ist und sich dem IS angeschlossen hat, soll wieder nach Wien zurückkehren. Ihre Mutter hofft noch auf eine Rückkehr bis Ende März.
IS-Anhängerin will zurück nach Österreich

Das Außenministerium und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes könnten kurz davor stehen, eine junge Österreicherin zurückzuholen, die mit ihrem Baby im sogenannten Kalifat der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) gelebt hat. Die Mutter der 20-Jährigen äußerte am Dienstag im Ö1-“Mittagsjournal” die Hoffnung, dass bis Ende März Tochter und Enkelkind in Wien eintreffen könnten.

Vorbereitungen des Außenministeriums liefen, sagte sie. Das Rote Kreuz werde ihre Tochter befragen, wie sie zu der Rückführung stünde, “danach dürfte es relativ rasch gehen”, berichtete die Mutter. Es habe Überlegungen gegeben, zunächst nur den eineinhalbjährigen Buben nach Österreich zu holen. “Aber man kann eine Mutter vom Kind nicht trennen”, sagte sie. “Das ist unmöglich.”

20-Jährige muss sich Gerichtsverfahren stellen

Wenn die Tochter nach Österreich zurückgeholt werde, setze dies indirekt jedoch auch ihr Einverständnis mit einem wohl zu erwartenden Gerichtsverfahren wegen Unterstützung einer Terrororganisation voraus, hieß es in dem Radiointerview. Sie hoffe, dass sie sich den Konsequenzen stellen werde, da den Erzählungen nach die Bedingungen im kurdischen Gefangenenlager furchtbar seien, sagte die Mutter. “Da grassieren Krankheiten, es sterben Kinder”, berichtete sie.

“Wenn etwas anhängig ist, dann soll sie natürlich eine Strafe dafür bekommen”, sagte die Mutter, fragte aber gleichzeitig, was ihre Tochter getan habe. “Sie ist der Liebe gefolgt”, meinte sie. “Gefühle kann man nicht lenken”, sei ihre Sichtweise, nachdem sie viele Gespräche mit ihrer Tochter geführt habe.

Vor vier Jahren der Liebe gefolgt

Die junge Frau war laut Angaben des Außenministeriums vor vier Jahren von Wien nach Syrien ausgereist, um sich dem IS anzuschließen. Dabei handle es sich um den einzigen bekannten Fall aus Österreich, hieß es am Montag. Der Partner der mittlerweile 20-Jährigen ist nach Angaben von Ö1 ein Afghane, der in Österreich gelebt habe, seiner Familie in den selbst ernannten “Islamischen Staat” nachgezogen sei, und sich jetzt im Irak in Haft befinden soll.

Die Tochter bereue es heute “natürlich”, dass sie nach Syrien gegangen sei. Ob sie radikalisiert gewesen sei, weiß die Mutter laut eigener Aussage nicht. “Über dieses Thema haben wir uns nicht unterhalten.”

Gekämpft für den IS habe sie jedoch nicht, so die Mutter. Sie hoffe daher, dass ihr ein Gefängnisaufenthalt und die Trennung von ihrem Sohn erspart bleibe. Sie sei “dort Ehefrau und Mutter” gewesen. An irgendwelchen Kämpfen sei sie nicht beteiligt gewesen, das habe sie ihr versichert.

(APA/red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Mutter von Wiener IS-Anhängerin: "Sie ist der Liebe gefolgt"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen