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Mutter glaubte fest an Wiederkehr

Mutter: „Fest daran geglaubt, dass sie wiederkommt“

„Ich habe fest daran geglaubt, dass sie irgendwann wiederkommt. Und ich kann es jetzt noch gar nicht glauben“, sagte die Mutter der entführten Natascha Kampusch im Interview in der Sendung des ORF „Thema spezial“ am Donnerstagabend. Brigitta Sirny hat von dem Auftauchen ihrer Tochter von Journalisten erfahren, die sie angerufen haben. Sie habe dann mit der Polizei telefoniert und diese sagte ihr, dass es sich mit 99-prozentiger Sicherheit um ihr Kind handle.

Unter Tränen erzählt Sirny von der ersten Begegnung mit Natascha bei der Polizei: „Mein Herz hat immer ärger zu schlagen begonnen. Es war ein Wahnsinn. Natascha ist mir um den Hals gefallen und hat gesagt ’Mama Mausi’“. Auf die Frage des Redakteurs, woran sie ihre Tochter erkannt hat, meinte die Mutter: „Durch ihre Art, das Gesicht. Das vergisst man nicht. Ich hätte sie in 20 Jahren auch noch erkannt.“ Sie habe ihrer Tochter bisher keine Fragen gestellt, habe sie sprechen lassen. Natascha Kampusch hat laut Sirny auch den Wunsch, zu den Medien zu sprechen und ihre Geschichte zu erzählen. „Sie hat so eine starke Persönlichkeit. Sie ist bewundernswert, sie ist so ein starkes Kind.“

Gut wäre jetzt, wenn Natascha nun eine Ausbildung bekomme. Auch Kleidung und Toilettartikel wurden für sie eingekauft. „Sie hat ja gar nichts. Ihre Schwester hat ihr das Notwendigste gekauft. Das ist ja wie eine Geburt.“

Auf die Frage, ob sie der Polizei Vorwürfe mache und ob die Kriminalisten Natascha zu früh aufgegeben haben, meinte Sirny: „Ich kann das gar nicht mehr nachvollziehen. Ich hab es damals nicht verstanden, dass sie es (die Ermittlungen, Anm.) einstellen. Was ich auch ok finde. Das ist Polizeiarbeit. Für mich war es natürlich zu wenig. Ich hab nicht verstanden, dass man nichts findet.“

Das Verschwinden ihres Kindes habe ihr Leben total verändert. „Es gab kein richtiges Weihnachten, keine richtigen Freuden. Ich hab mich in die Arbeit gestürzt. Ich wollte in den ersten zwei Jahren ja auch nicht meine Enkerln bei mir haben.“

Die Vorwürfe, mit dem Verschwinden ihrer Tochter etwas zu tun zu haben, war für die Frau fürchterlich. „Das war natürlich entsetzlich. Das kann man gar nicht in Worte fassen, wie man sich fühlt. Aber die Medien waren ganz geil drauf. Aber ich hab gewusst, was passiert ist und wie es passiert ist. Und jetzt wissen alle, dass es nicht gestimmt hat.“

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