Mutmaßlicher Serienvergewaltiger in Wien verhaftet

Ein mutmaßlicher Serien-Vergewaltiger konnte in Wien festgenommen werden
Ein mutmaßlicher Serien-Vergewaltiger konnte in Wien festgenommen werden ©APA (Sujet)
Ein von der Wiener Polizei gesuchter 22-Jähriger, der zwischen 10. Oktober und 14. November mehrere Frauen sexuell bedrängt haben soll, stellte sich nach einer weiteren Tat und wurde festgenommen.

Durch die Veröffentlichung eines Fahndungsbildes sowie der Berichterstattung der Medien meldete sich ein weiteres Opfer des Beschuldigten bei der Polizei. Die 23-Jährige gab ab, sich auf dem Weg nach Hause befunden zu haben, als sie im Bereich der Kollergasse von einem Mann verfolgt und im Stiegenhaus sexuell attackiert wurde. Die junge Frau schrie den Tatverdächtigen an und stieß ihn von sich, der Mann ergriff die Flucht.

Wien: Gesuchter Serienvergewaltiger gefasst

Am 24. November suchte der gesuchte 22-Jährige die Polizeiinspektion Van der Nüll Gasse auf und stellte sich den Beamten, bei einer Gegenüberstellung konnten alle fünf Opfer den Beschuldigten wiedererkennen. Der mutmaßliche Täter zeigte sich in weiterer Folge bei der Einvernahme teilweise geständig.

Die Vorgehensweise des aktuellsten Vergehens deckt sich mit den vier weiteren Fällen, bei denen die Frauen jeweils auf ihrem Heimweg verfolgt und dann im Stiegenhaus sexuell bedrängt wurden. Alle Betroffenen wehrten sich gegen die Übergriffe und schlugen den Beschuldigten in die Flucht. In einem der fünf Fälle wurde das Opfer nicht nur sexuell belästigt, sondern es kam auch zu einer versuchten Vergewaltigung, ehe der Täter in die Flucht geschlagen werden konnte.

Diese Vorfälle des Sex-Täters sind bekannt geworden:

Der erste bekannte Fall, der dem Mann zugeordnet wird, ereignete sich am 10. Oktober gegen 18.00 Uhr. Der Mann verfolgte ausgehend vom Bahnhof Wien-Mitte eine 39-jährige Frau bis zu ihrer Wohnung in der Löwengasse in Wien-Landstraße, betrat hinter ihr das Stiegenhaus und bedrängte sie sexuell. Als sich die Frau wehrte und um Hilfe schrie, flüchtete der Tatverdächtige.

Am selben Tag nur eine Stunde später kehrte eine 20-Jährige vom Joggen in ihre Wohnung in der Bechardgasse, unweit des ersten Tatorts ebenfalls in Wien-Landstraße, zurück. Als die Frau, die mit Kopfhörern Musik hörte, das Wohnhaus betreten wollte, bedrängte sie ein Tatverdächtiger sexuell. Die Frau wehrte sich und schrie um Hilfe, der mutmaßliche Täter flüchtete.

Wenig später ging eine 24-Jährige vom Bahnhof Wien-Mitte zu ihrer Wohnadresse in der Mohsgasse in Wien-Landstraße, wobei sie von einem Mann verfolgt wurde. Als sie gerade das Stiegenhaus betreten wollte, attackierte sie der Tatverdächtige von hinten und bedrängte sie sexuell.

Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe der Übergriffe und wegen der fast identen Vorgehensweise und der übereinstimmenden Personenbeschreibungen des mutmaßlichen Täters ging die Polizei von einer Serientäterschaft aus. Das Landeskriminalamt Wien übernahm die Ermittlungen.

Fotoveröffentlichung: Zusammenarbeit mit Wiener Linien

Nach dem vierten derartigen Vorfall am 14. November wurden in Zusammenarbeit mit den Wiener Linien Fotos des mutmaßlichen Täters während der Straßenbahnfahrt gesichert. Als die Fotos dann vergangenen Freitag in den Medien veröffentlicht wurden, stellte sich der 22-Jährige noch am selben Tag gegen 17.30 Uhr, berichtete Polizeisprecherin Irina Steirer.

Anfangs habe der gebürtige Armenier noch alle Delikte abgestritten, sagte Steirer weiter. Als dem Verdächtigen jedoch bewusst war, dass ihn alle fünf Frauen wiedererkannt hatten, war er zumindest teilgeständig und gab zu, diese berührt zu haben. Die Polizei sucht nach weiteren Opfern.

(Red.)

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