Musikindustrie mauert gegen Googles Musik-Service

Googles Download- und Cloud-Service hat Startprobleme.
Googles Download- und Cloud-Service hat Startprobleme. ©Thorben Wengert / pixelio.de
Der Start für den lange erwarteten Musik-Service von Google wird sich verzögern: Musik-Labels scheuen die Streaming-Funktion und fürchten noch mehr Piraterie.

Der Startschuss für den lange erwarteten Musik-Service und Apple-iTunes-Konkurrenten von Google wird in diesem Jahr wohl nicht mehr zu hören sein. Bereits seit dem Vorjahr laufen die Vorbereitungen an einem eigenen Download-Shop. Mit seiner Veröffentlichung wurde noch für Herbst 2010 gerechnet. Die Verhandlungen mit der Musikindustrie, den Dienst einvernehmlich mit Inhalten zu füllen, sind aber offenbar zäher als gedacht. Sie scheuen die Cloud-basierte Streaming-Funktion, die Google mit anbieten möchte, und blockieren den Start.

Vorerst keine Deals mit Google

Wie im Falle Apple kamen auch über Google zu Jahresbeginn Spekulationen über einen Musikdienst in der Wolke auf. Usern steht darin Speicherplatz zur Verfügung, um die eigene Kollektion hochladen und auf jeglichen Internet-fähigen Geräten streamen zu können. Wie die New York Post unter Berufung auf Insider berichtet, haben die Major Labels jedoch Bedenken geäußert, dass die Option nicht nur zum Streaming bezahlter Titel genutzt wird, sondern auch zu mehr Piraterie führen kann. So könnten User auch illegale Downloads in die Cloud laden.

Start erst nächstes Jahr?

Während die Musikindustrie das Angebot eines Download-Stores begrüßt, zögert sie aufgrund des Streaming-Dienstes mit möglichen Deals mit Google. Auf das Cloud-Angebot will der Konzern seinerseits wiederum nicht verzichten. Darüber hinaus sind nach wie vor Fragen über das Werbemodell und die Verteilung von Einnahmen an Künstler offen. Die Verhandlungen dauern nun bereits mehrere Monate an, um den Download-Service auf den Weg zu bringen. “Es sieht aber nicht so aus, als würde der Launch noch im vierten Quartal stattfinden”, wird ein Insider der Musikbranche zitiert. Vielmehr ist ein Start eher gegen Ende des ersten Quartals im nächsten Jahr zu erwarten.

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