Mückstein verteidigt gelockerte Quarantäne-Regelungen

Laut Gesundheitsminister bleibt es fix bei den gelockerten Quarantäne-Regelungen.
Laut Gesundheitsminister bleibt es fix bei den gelockerten Quarantäne-Regelungen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hält an den seit Freitag gelockerten Quarantäne-Bestimmungen fest. Auch die vom IHS am Dienstag kritisierte komplette Ausnahme für dreifach Geimpfte soll bleiben.
Experte kritisiert Lockerungen
Quarantäne-Regelungen sollen gelockert werden

Diese Personengruppe sei die am besten geschützte, sagte Mückstein am Nachmittag in einem Hintergrundgespräch. IHS-Gesundheitsökonom Thomas Czypionka hatte zuvor erklärt, die Regelung sei für das Ziel der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur "kaum sinnvoll".

Gesundheitsminister hält an gelockerter Quarantäne fest

Laut Gesundheitsminister Mückstein bleibt es aber fix bei den am letzten Freitag in Kraft getretenen Regeln. Man müsse - um die kritische Infrastruktur aufrecht zu erhalten (und zu vermeiden, dass zu viele Personen aus dem Arbeitsprozess ausfallen, Anm.) - bei derjenigen Gruppe beginnen, die relativ gesehen am sichersten ist, erklärte Mückstein. Würde man diese auch weiterhin ins Kontaktpersonenmanagement miteinbeziehen, würde das außerdem die Contact Tracer schon alleine wegen der schieren Masse an zu erwartenden Fällen überfordern.

Derzeit sind laut dem Gesundheitsminister bereits rund 46 Prozent der impfbaren Bevölkerung in Österreich geboostert. Man habe diese jetzt aus der Quarantäne herausgenommen und werde nun schauen, wie dies funktioniere. Den Vorschlag von Czypionka, erst tätig zu werden, wenn wegen zu vielen Menschen in Quarantäne tatsächlich Personal-Ausfälle auftreten, hält Mückstein für einen falschen Weg.

Gecko-Leiterin verwies auf Freigabe durch Expertengremien

Österreichs oberste Gesundheitsbeamtin und Leiterin der Gecko-Kommission Katharina Reich verwies im Hintergrundgespräch auch darauf, dass es organisatorisch nicht zu schaffen wären, generell Individual-Entscheidungen bei der Quarantäne für dreifach Geimpfte vorzusehen. Bei Sondersituationen müsse es aber ohnehin immer individuelle Entscheidungen geben. Sie verwies auch auf die Expertengremien, die die Lockerungen freigegeben haben - die Entscheidung sei gut abgesichert.

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(APA/Red)

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