Mordversuch auf der Rax: Ehemann soll eingewiesen werden

Nach Mordversuch an der Ehefrau bei Wanderung auf der Rax soll der Ehemann eingewiesen werden
Nach Mordversuch an der Ehefrau bei Wanderung auf der Rax soll der Ehemann eingewiesen werden ©APA
Ein 60-jähriger Niederösterreicher soll am 26. Juli 2011 während einer Wanderung auf der Rax seine Ehefrau mit einem Stein zu erschlagen. Ein Gutachten hat nun ergeben, dass der Mann seine Frau absichtlich verletzt haben soll.
Mordversuch bei Wanderung
Ehemann in Haft

Der 60-jährige Mann soll am 26. Juli 2011 beim Wandern auf der Rax in Niederösterreich seine 49-jährige Ehefrau mit einem Stein auf den Kopf geschlagen haben. Danach wurde er in U-Haft genommen. Ein psychiatrisches Gutachten hat nun ergeben, dass der Mann während der Tatzeit unzurechnungsfähig war.

Mordversuch auf der Rax: Ehemann schwer depressiv

Nachdem ein psychiatrisches Gutachten dem Mann Zurechnungsunfähigkeit attestierte, soll nun am Donnerstag, den 29. März 2012 ein Schöffensenat am Landesgericht Wiener Neustadt über seine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher entscheiden.

Der Ehemann soll eine schwere depressive Episode durchgemacht habe und daher unzurechnungsfähig sein. Er soll, laut Staatsanwaltschaft, seiner Frau absichtlich eine schwere Körperverletzung zugefügt haben, inder er ihr wiederholt wuchtige Schläge mit einem Stein gegen den Kopf versetzte. Dadurch erlitt das 49-jährige Opfer ein Schädelhirntrauma mit zwei Rissquetschwunden und einen Schädelbruch.

Ehemann soll eingewiesen werden

Zunächst hatte damals alles auf einen Bergunfall hingedeutet. Ein anderer Wanderer hatte die Bergrettung auf das Rax-Plateau gerufen, nachdem er dem Ehepaar zufällig begegnet war: Die Frau lag mit massiven offenen Kopfwunden auf dem Weg, ihr Mann stammelte etwas von einem Sturz. Gegenüber den Ersthelfern klagte die Schwerverletzte jedoch über einen brutalen Angriff ihres Mannes, der festgenommen wurde und im Zuge der Ermittlungen von “Blackout”, “Depressionen” und “Zukunftsängsten” sprach. Daher wurde ein Gerichtspsychiater beigezogen.

Aufgrund des Gutachten wurde jetzt der Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt gestellt. Es bestehe die Befürchtung, dass der Betroffene eine weitere mit Strafe bedrohte Handlung begehen könnte.

(Red./APA)

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