Mordverdacht: Tote Frau in Wien-Donaustadt gefunden

Die Untersuchungen finden weiterhin vor Ort statt.
Die Untersuchungen finden weiterhin vor Ort statt. ©APA/MICHAEL GRUBER
Zeugen entdeckten am Samstagmorgen eine leblose Frau neben der Erzherzog-Karl-Straße in Wien-Donaustadt. Alle Reanimierungsversuche blieben folgenlos, die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus.

Am Samstagmorgen entdeckten Zeugen eine regungslose Frau in einer Grünfläche neben der Erzherzog-Karl-Straße in der Wiener Donaustadt. Die Zeugen verständigten den Polizeinotruf und versuchten die Frau zu reanimieren. Wenige Minuten später trafen sowohl Polizisten als auch Sanitäter der Berufsrettung Wien ein, die die Reanimation übernahmen. Sämtliche Versuche die ungefähr 18 Jahre alte Frau wiederzubeleben blieben jedoch erfolglos.

Frau mit blauen Flecken übersäht

Die Identität der Frau ist unklar. "Sie hatte weder Ausweisdokumente mit, noch sonst etwas, das auf ihre Identität hinweisen würde", berichtete Dittrich. Bei der polizeilichen Kommissionierung wurde festgestellt, dass der Körper der Frau Hämatome aufweist und der Gerichtsmediziner verständigt. Eine Obduktion soll die Todesursache klären.

Tote wird vor Ort untersucht

Am Samstagnachmittag lag die Tote noch an Ort und Stelle. Die Beamten hatten ein Zelt aufgestellt, um die Leiche vor Schaulustigen abzuschirmen. Anwesend waren auch zahlreiche Medienvertreter. Am frühen Nachmittag traf der Gerichtsmediziner ein. Die Tote soll im Anschluss zur Obduktion gebracht werden, um die Todesursache zu klären.

Bereits 14 Frauen getötet

Heuer sind in Österreich bereits 14 Frauen (mutmaßlich) von einem (Ex-)Partner ermordet worden. Das hatte eine Gewaltschutzdebatte ausgelöst. Zuletzt hat das Parlament als Reaktion auf die Häufung von Frauenmorden klargestellt, dass Sicherheitsbehörden personenbezogene Daten zum Schutz gefährdeter Menschen auch dann an Interventionsstellen übermitteln dürfen, wenn kein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt wurde. Dies gilt besonders im Falle von Stalking. Namen und Kontaktdaten von gefährdeten Personen werden in einer zentralen Gewaltschutzdatei gespeichert.

(APA/red)

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